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Noch einmal Mut und Courage

Die Inzidenzen sind hoch, aber es gibt auch Licht am Ende des Tunnels

  • Von Claudia Krieg
  • Lesedauer: 2 Min.
Was bleibt von der Pandemie übrig - außer Müll und Tränen?
Was bleibt von der Pandemie übrig - außer Müll und Tränen?

Licht am Ende des dunklen Wintertunnels, das wäre in diesen Tagen nötig. So viel und so lange von einem Gefühl dauerhafter Müdigkeit und Krankheit umgeben zu sein, sind viele Menschen in Berlin nicht gewohnt. Vieles in den alltäglichen Abläufen hat sich geändert, vieles schien nicht vorstellbar.

Aber die Vorhersage zu der vierten Welle der Omikron genannten Virusvariante von Covid-19 war in fast jeder Hinsicht zutreffend. Das sollte man sich vor Augen halten. Wissenschaftler*innen mussten zwar in den vergangenen zwei Pandemie-Jahren immer wieder Aussagen revidieren und ihre Schlussfolgerungen anpassen. Aber sie haben mit fast allen Vorhersagen recht behalten, zumindest was das epidemiologische Geschehen anbetrifft. Und das sollte auch das Zutrauen zurück bringen, dass wissenschaftliche Expertise eine wichtige Voraussetzung ist zur Bewältigung von Krisen - wenn dazu ein sozialer Fokus kommt, der politisches Handeln nach sich zieht. Daran hapert es nach wie vor am meisten.

Aber erinnern wir uns an den ersten Lockdown und den zweiten, der dann noch das »light« vor sich trug, in denen die Kitas, Schulen, Freizeiteinrichtungen geschlossen wurden, in denen niemand wusste, was passieren würde, Menschen aus ihren sozialen Kontakten geworfen wurden und alle Koordinaten im Alltag neu aufgestellt werden mussten. Dazu kamen die Angst vor der Ansteckung und die vielen realen Infektionen, mit denen Menschen so schwer erkrankten, dass die Intensivbetten nicht ausreichten, die Pflegerkräfte noch verzweifelter waren, so erschöpft wie sie jetzt auch wieder sind.

In diesem Winter ist diese Situation trotz der hochansteckenden Omikron-Variante wirklich außer Reichweite. Viele Menschen leben mit der Pandemie und werden sie vor allem dank der Impfstoffe überleben. Daraus könnte man Mut schöpfen, um wieder mit Courage gegen den auch in der Coronakrise äußerst widerstandsfähigen Kapitalismus und für wirkliche soziale Sicherheiten zu kämpfen, die eine nächste Pandemie von Anfang weniger beängstigend erscheinen lassen würden.

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