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Irans Muskelspiele

Cyrus Salimi-Asl zu den Marinemanövern mit Russland und China

  • Von Cyrus Salimi-Asl
  • Lesedauer: 2 Min.
Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto feuert ein Angehöriger der iranischen Armee während einer gemeinsamen Marineübung von Iran, Russland und China im Indischen Ozean eine Waffe ab. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens nahmen neben 11 iranischen Schiffen auch drei russische Schiffe, darunter ein Zerstörrer, und zwei chinesische Schiffe teil. Die iranischen Revolutionsgarden werden ebenfalls mit kleineren Schiffen und Hubschraubern teilnehmen.
Auf diesem von der iranischen Armee zur Verfügung gestellten Foto feuert ein Angehöriger der iranischen Armee während einer gemeinsamen Marineübung von Iran, Russland und China im Indischen Ozean eine Waffe ab. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens nahmen neben 11 iranischen Schiffen auch drei russische Schiffe, darunter ein Zerstörrer, und zwei chinesische Schiffe teil. Die iranischen Revolutionsgarden werden ebenfalls mit kleineren Schiffen und Hubschraubern teilnehmen.

Die Regierung in Teheran lässt ihre militärischen Muskeln spielen und übt für den Ernstfall im Golf von Oman - zusammen mit Russland und China. Dieser Teil des Indischen Ozeans ist von hoher strategischer Bedeutung, hier verlaufen die Schiffsrouten aus dem Mittelmeer und durch den Suez-Kanal in den Persischen Golf und nach Ostasien. Mit dem gemeinsamen Marinemanöver demonstriert der Iran der ganzen Welt, dass er auf mächtige Verbündete bauen kann - sowohl für seine Hegemonialansprüche in der Region als auch für die Verhandlungen um das Atomabkommen.

Als erbitterter Gegenspieler der USA ist der Iran für Russland und China ein wertvoller Partner in Westasien. Sollten irgendwann die Sanktionen fallen, würden Russland und China sicher als erste wirtschaftlich profitieren von den iranischen Erdöl- und Gasressourcen und privilegierten Zugang erhalten zu einem Absatzmarkt mit 84 Millionen Konsumenten. Speziell für Chinas sogenannte Neue Seidenstraße ist das Land ein essenzieller Teil, führt einer der Landkorridore nach Europa doch über Zentralasien und den Iran. Dieser beweist zum wiederholten Mal, dass er nicht angewiesen ist auf den Westen und seine Außenpolitik bewusst nach Asien ausrichtet. Eine echte Alternative zu dieser Strategie hat er ohnehin nicht.

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