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Krankheit für die Armen

Gesundheit muss man sich leisten können, meint Lisa Ecke

  • Von Lisa Ecke
  • Lesedauer: 1 Min.
Lieber wird Geld für die Eindämmung der Folgen des Krankmachers Armut ausgebenen, als für die Armutsbekämpfung.
Lieber wird Geld für die Eindämmung der Folgen des Krankmachers Armut ausgebenen, als für die Armutsbekämpfung.

Armut macht krank. Menschen mit kleiner Rente, ohne Arbeit oder mit geringem Einkommen sind häufiger krank als der Rest der Bevölkerung. Zahlreiche Studien belegen, dass viele Erkrankungen, Gesundheitsbeschwerden und Risikofaktoren bei Menschen in Armut vermehrt vorkommen. Auch der Kongress Armut und Gesundheit trägt zum Problembewusstsein bei. Gesund zu leben muss man sich leisten können.

Geldsorgen stressen. Und Stress begünstigt allerlei Krankheiten und gesundheitsschädliche Verhaltensweisen. Natürlich könnte man die Not der Menschen beheben, indem man den Krankmacher Armut bekämpft. Doch statt dafür zu sorgen, dass etwa Erwerbslose mehr Geld erhalten, wird das Geld lieber für die Eindämmung der gesundheitlichen Folgen ausgegeben. Die Menschen sollen offenbar dem Stress der finanziellen Not ausgesetzt bleiben. Das hat natürlich extrem negativen Folgen für die Betroffenen. Aber selbst wem die Menschen egal sind, könnte auch einfach mit einer Kosten-Nutzen-Abwägung auf die Idee kommen, dass die Behandlung der durch Armut ausgelösten Krankheiten eine Menge Geld kostet. Womöglich erzeugt Armut dann sogar Erwerbsunfähigkeit. Ein Kreislauf, der wohl trotz der Sinnlosigkeit erhalten bleiben soll.

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