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Schwerer Denkfehler

Daniel Lücking zur Einsatzmöglichkeit schwerer Waffen

  • Von Daniel Lücking
  • Lesedauer: 1 Min.
Eigentlich längst ausgemusterte Kampfpanzer werden nun von der Rüstungsindustrie ein zweites Mal angeboten.
Eigentlich längst ausgemusterte Kampfpanzer werden nun von der Rüstungsindustrie ein zweites Mal angeboten.

Im Ansinnen, den Krieg in der Ukraine schnell zu beenden, werden die Forderungen nach der Lieferung schwerer Waffen immer lauter. Jetzt kehrte auch Grünen-Außenministerin Annalena Baerbock den friedenspolitischen Forderungen ihrer Partei aus dem Wahlkampf den Rücken zu.

Bei aller Hoffnung, dass mehr Waffen ein schnelles Ende der Kriegsverbrechen bedeuten, wird weitgehend ignoriert, dass diese Waffen nicht sofort einsatzbereit in der Ukraine stehen. Wochen und Monate an Vorlauf sind nötig, um Entscheidungen zu treffen, Personal auszubilden und die Logistik sicherzustellen. Einen ukrainischen Soldaten an das Steuer eines Gefechtsfahrzeuges zu setzen reicht nicht, denn spätestens beim ersten Defekt des unbekannten, teils überalterten, teils hochkomplexen Kriegsgerätes heißt es Ende im Gelände. Es fehlen dann ausgebildete Trupps von Ingenieuren, die auf dem Gefechtsfeld Haubitzen, Kampf- und Schützenpanzer zunächst rollfähig machen und dann instandsetzen. Die Ausbildungen dafür dauern mehrere Monate.

Je mehr Nato-Partner wie Polen mit Kampfpanzern sowjetischer Bauart aushelfen, an denen die ukrainischen Soldaten nicht mehr ausgebildet werden müssen, desto konkreter wird der Eintritt der Nato in den Stellvertreterkrieg.

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