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Fragliche Auswirkungen

Warum die Anhebung der Zinsen durch die EZB kein Allheilmittel gegen die Inflation sein wird

Die Zentrale der EZB in Frankfurt am Main
Die Zentrale der EZB in Frankfurt am Main

Die Zins­wen­de der Euro­päi­schen Zen­tral­bank (EZB) rückt näher. Nach­dem zuletzt meh­re­re Euro-Währungshüter*innen eine Anhe­bung des Leit­zin­ses für Juli in Aus­sicht gestellt hat­ten, äußer­te sich nun auch die obers­te unter ihnen, EZB-Che­fin Chris­ti­ne Lagar­de, in die­se Rich­tung. Dabei ist die­se Ent­schei­dung alles ande­re als leicht.

Zwar wird von der EZB erwar­tet, etwas gegen die his­to­risch hohen Infla­ti­ons­ra­ten zu tun, doch sind ihre Hand­lungs­mög­lich­kei­ten da begrenzt. Denn die Infla­ti­on wird nicht von einer heiß­ge­lau­fe­nen Kon­junk­tur getrie­ben, son­dern vor allem von hohen Ener­gie­prei­sen. Und auf die hat die Zen­tral­bank nur wenig Einfluss.

Gleich­zei­tig macht eine Zins­er­hö­hung es nicht nur Häuslebauer*innen schwe­rer, das Eigen­heim zu finan­zie­ren. Vor allem wird die Zins­wen­de es für Unter­neh­men und Staa­ten teu­rer machen, sich zu ver­schul­den. Und das in Zei­ten, da die öffent­li­che Hand wie­der mehr finan­zi­el­len Spiel­raum braucht, um die Kon­junk­tur stüt­zen und sozia­le Här­ten abzu­fe­dern. So ist frag­lich, ob die ange­kün­dig­te Zins­wen­de die erhoff­ten Aus­wir­kun­gen hat – oder der Schuss nach hin­ten losgeht.

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