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  • Spannungen zwischen Griechenland und der Türkei

Ankaras Peitsche

Peter Steiniger zu den neuen türkischen Drohungen gegen Athen

  • Von Peter Steiniger
  • Lesedauer: 1 Min.
Der türkische Präsident Erdogan wirft Griechenland Feindseligkeit vor, weil Athen die Rüstungspläne des expansiven Nachbarn mit Sorge sieht.
Der türkische Präsident Erdogan wirft Griechenland Feindseligkeit vor, weil Athen die Rüstungspläne des expansiven Nachbarn mit Sorge sieht.

Für Erdogans Türkei lebt es sich in der politischen Arena längst ungeniert. Rücksichtslos wird die neo-osmanische Agenda vorangetrieben. Nun lässt Ankara gegenüber dem Nato-Partner und benachbarten EU-Mitglied Griechenland groben Worten Taten folgen. Europas Torwächter am Bosporus sorgt dafür, dass wieder mehr Flüchtlinge über die dortige EU-Außengrenze zu gelangen versuchen. Die Menschen werden für eine Strafexpedition missbraucht, nachdem der griechische Premier Mitsotakis dem US-Kongress von einer Lieferung von Kampfjets des Typs F-16 an den expansionistischen Nachbarn abgeraten hat. Trotz des Migrationspakts mit Brüssel denkt Erdogan nicht daran, auf den Einsatz des Druckmittels ganz zu verzichten.

Als militärisch potenter Bündnispartner des Westens besitzt die Türkei reichlich Spielraum für derlei Provokationen und Erpressungsdelikte. Mit dem belarussischen Nachahmer Lukaschenko war man hier weniger gnädig. Den Preis hochtreiben soll auch die türkische Veto-Drohung gegen Finnlands und Schwedens Nato-Eintritt. Gerade angesichts des Gasstreits im Mittelmeer hat Griechenland allen Grund zur Sorge.

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