Essen oder Tampons

Birthe Berghöfer über den Kampf gegen Periodenarmut

  • Von Birthe Berghöfer
  • Lesedauer: 2 Min.

Fast 2400 Euro – so viel geben Personen laut Statista durchschnittlich für Menstruationsprodukte wie Tampons und Binden aus. Hinzu kamen fast 700 Euro für Schmerztabletten, die für viele während der Periode unverzichtbar sind. Es sind Kosten, die für manche Betroffene eine enorme Belastung bedeuten und Ausgaben, die durch den Hartz-IV-Regelsatz von 2,63 Euro für »andere Dienstleistungen für die Körperpflege« nicht abgedeckt werden. Zahlreiche Menschen in Deutschland erleben also Periodenarmut.

Schottland zeigt nun, wie man politisch dagegen vorgehen kann: Am Montag ist ein Gesetz in Kraft getreten, das Bildungs- und städtische Einrichtungen verpflichtet, kostenlose Periodenprodukte zur Verfügung zu stellen. »Wir sind stolz, die erste nationale Regierung der Welt zu sein, die diesen Schritt geht«, sagte die Ministerin für soziale Gerechtigkeit, Shona Robison. Es ist ein wichtiger Schritt, den man sich in Deutschland zum Vorbild nehmen sollte. Insbesondere die steigenden Lebensmittel- und Energiepreise dürften sich auch auf die Periodenarmut auswirken. Aber es darf nicht sein, dass sich jemand aus finanziellen Gründen zwischen Essen oder einem Tampon entscheiden muss.

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