- Politik
- Zwischenwahlen in den USA
Trumps Startrakete versagt
Den Wahlabend hatte sich Donald Trump sicher anders vorgestellt
Donald Trump hatte vermutlich fest geplant, nach einem fulminanten Wahlsieg der Republikaner bei den US-Zwischenwahlen seine erneute Kandidatur für das Weiße Haus zu verkünden. Ein gutes Abschneiden der Republikaner hätte Trump gerne als persönlichen Erfolg verkauft sowie als Beweis, dass sein Politikstil für die Zukunft der Partei steht. Doch das Wahlergebnis ist alles andere als eine Bestätigung für den Parteiflügel des Ex-Präsidenten. In Pennsylvania etwa scheiterte der rechte Republikaner Doug Mastriano krachend bei den Gouverneurswahlen, die Trump-Anhängerin Lauren Boebert aus Colorado muss in einem eigentlich sicheren Wahlkreis um den Wiedereinzug ins Repräsentantenhaus bangen.
Man sollte sich von oberflächlichen Unterschieden bei den Republikanern aber nicht täuschen lassen. Die sogenannten moderaten Republikaner stehen für dieselbe reaktionäre Politik wie Bidens Amtsvorgänger: Steuersenkungen für Reiche, soziale Härte, eine Absage an den Klimaschutz und an die Rechte von Frauen, Minderheiten und Gewerkschaften sowie eine Aushöhlung der Demokratie. Sie wollen dasselbe wie der Ex-Präsident – nur sagen sie es leiser.
Wir stehen zum Verkauf. Aber nur an unsere Leser*innen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört denen, die sie lesen und schreiben. Sie sichern mit ihrem Beitrag, dass unser Journalismus für alle zugänglich bleibt – ganz ohne Medienkonzern, Milliardär oder Paywall.
Dank Ihrer Unterstützung können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen in den Fokus rücken
→ marginalisierten Stimmen eine Plattform geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und weiterentwickeln
Mit »Freiwillig zahlen« oder einem Genossenschaftsanteil machen Sie den Unterschied. Sie helfen, diese Zeitung am Leben zu halten. Damit nd.bleibt.