Schafft die Pflegeversicherung ab!

Rainer Balcerowiak plädiert für radikalen Umbau des Pflegesystems

  • Rainer Balcerowiak
  • Lesedauer: 1 Min.

Kostenlose Pflege auf hohem Niveau für alle Bürger, ambulant als auch stationär. Dazu gute Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten und ein engmaschiges, interdisziplinäres Betreuungsnetzwerk auf kommunaler Ebene. Und das alles ohne Pflegeversicherung, sondern bedarfsorientiert aus Steuermitteln finanziert. Nein, das ist keine Utopie, sondern Realität in unserem Nachbarland Dänemark. Derweil steuert Deutschland auf einen desaströsen Pflegenotstand zu. Mit einer falsch konstruierten Pflegeversicherung, die Pflegebedürftigkeit für immer mehr Menschen zum bedrohlichen Armutsrisiko macht. Mit durch schlechte Bezahlung und zunehmende Belastung demotivierten Mitarbeitern. Mit privatwirtschaftlich agierenden Anbietern, denen es vor allem um Rendite geht.

An der gesetzlichen Pflegeversicherung wird seit ihrer Einführung vor 28 Jahren herumgedokert – und alles wurde dennoch immer schlimmer. Zeit für einen radikalen Neuanfang. Und da man die Umstellung auf Steuerfinanzierung der Pflege wohl nicht übers Knie brechen kann, wäre der Ausbau zu einer Vollversicherung ohne Armutsrisiken ein wichtiger Zwischenschritt.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal