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Abtreibung: Aus gutem Grund ein Grundrecht

Ein Gericht in Texas verbietet es einer 31-Jährigen vorerst, einen nicht lebensfähigen Fötus abzutreiben: Das wahre Gesicht eines »Kompromisses«

  • Julian Hitschler
  • Lesedauer: 1 Min.
Demonstration für das Recht auf Abtreibung in Orlando, Florida im September.
Demonstration für das Recht auf Abtreibung in Orlando, Florida im September.

Ein texanisches Gericht hat einer 31-jährigen Frau vorerst verboten, ihren höchstwahrscheinlich nicht lebensfähigen Fötus abzutreiben. Die Entscheidung zeigt auf schockierende Weise, welche Folgen die Aufhebung des Verfassungsrechts auf Schwangerschaftsabbruch durch den Obersten Gerichtshof der USA vom Juni 2022 inzwischen hat. Sollte der Betroffenen in der Hauptverhandlung tatsächlich nicht Recht gegeben werden, drohen ihr langfristige gesundheitliche Schäden, darunter Unfruchtbarkeit und ein möglicherweise unerfüllter Wunsch nach weiteren Kindern.

Doch es ist vollkommen egal, wie und warum die Entscheidung für einen Schwangerschaftsabbruch zustandekommt: Sie geht nur die Betroffenen und ihre Ärztinnen etwas an. Wählerinnen und Wähler in zahlreichen US-Bundesstaaten, darunter Virginia, Kentucky und Ohio, haben vor Kurzem an der Wahlurne klargemacht, dass sie die »Kompromisslösungen« der Konservativen in dieser Frage durchschaut haben und ablehnen. Bei einem so elementaren Persönlichkeitsrecht wie der körperlichen Selbstbestimmung kann es keine Kompromisse geben.

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