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Thüringer SPD unterstützt Linken

Markus Gleichmann will in Ostthüringen Landrat werden

  • Sebastian Haak
  • Lesedauer: 2 Min.
»Getrennt verlieren beide«, sagt Gleichmann zur Einigung von Linken und SPD vor der Kommunalwahl (Archivbild).
»Getrennt verlieren beide«, sagt Gleichmann zur Einigung von Linken und SPD vor der Kommunalwahl (Archivbild).

Die verbreitete Sicht, es sei gut, zumindest für ein paar Jahre außerhalb des eigenen Dorfes oder Städtchens gelebt zu haben, teilt Markus Gleichmann explizit nicht. Nie, sagt er, sei es ihm erstrebenswert erschienen, die Region in Ostthüringen zu verlassen, in der er aufgewachsen ist – auch wenn die Mehrheit seiner Schulfreunde nicht mal mehr im Freistaat lebe.

In einem kurzen Text über sich selbst unter dem Titel »Hier geblieben« schreibt der 38-Jährige, der für Die Linke im Thüringer Landtag sitzt: »Für mich stand fest, dass es wichtig ist, diese, unsere Region nicht zu verlassen, sondern zu gestalten.« Nun will er Landrat im Saale-Holzland-Kreis werden, in dem er wohnt, seit er ein Teenager war.

In den Kommunalwahlkampf zieht der sportbegeisterte Fachinformatiker als gemeinsamer Kandidat der lokalen Sozialdemokraten und Linken, was seine Chancen erhöhen soll, zumindest die Stichwahl um das Landratsamt in der Kreisstadt Eisenberg zu erreichen. Klar ist für beide Parteien, dass konkurrierende Kandidaten in dem Kreis keine Chance gegen den AfD-Bewerber hätten. »Getrennt verlieren beide«, sagte Gleichmann nach seiner Nominierung.

Der Politiker ist seit 2019 Mitglied des Thüringer Landtags und Sprecher der Linksfraktion für Umwelt-, Klima- und Energiepolitik. Zuvor hatte er seit 2016 als wissenschaftlicher Mitarbeiter für die Fraktion gearbeitet. Vor allem zum Thema Windkraft hat Gleichmann viele Reden gehalten – und sich dabei regelmäßig auch an der AfD abgearbeitet. Seit 2020 ist Gleichmann auch einer von drei Sprechern des Linke-Kreisverbandes Saale-Holzland. Außerdem ist er Vorsitzender der Fraktion Linke/Grüne im Kreistag.

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