Frankreich vor Neuwahlen: Kein Pakt mit dem Teufel

Ralf Klingsieck zum Machtkampf bei Frankreichs Republikanern

  • Ralf Klingsieck, Paris
  • Lesedauer: 1 Min.

Nachdem Präsident Emmanuel Macron Neuwahlen zur Nationalversammlung angesetzt hat, sucht Marine Le Pen händeringend nach möglichen Koalitionspartnern, doch fast alle angesprochenen rechten Politiker lehnen ab. Zwar war die »Entdämonisierungsstrategie« der Politikerin in gewissem Rahmen erfolgreich, aber eine Partei wie jede andere ist das Rassemblement national (RN) trotzdem nicht.

Noch hält der »republikanische Damm«. Die Allianz, die Republikaner-Chef Eric Ciotti mit Le Pen ausrief, nennt Macron einen »widernatürlichen Pakt mit dem Teufel«. Außerdem haben sich Ciotti und Le Pen verrechnet: Nur eine Handvoll republikanischer Abgeordneter stellt die Aussicht auf sichere Wiederwahl über ihre Grundüberzeugungen. Fast alle namhaften Politiker der Partei haben Ciottis Schritt verurteilt. Sie können sich dabei auf die Prominenz der Parteigeschichte berufen, von Charles de Gaulle über Jacques Chirac bis Nicolas Sarkozy. Der abgesetzte Parteichef verbarrikadierte sich im LR-Hauptquartier. Doch seinem Sturz wird er dadurch nicht entgehen.

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Das beste Mittel gegen Fake-News und Rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal