45 Tote bei Anschlag

Selbstmordattentäter sprengte sich im pakistanischen Peshawar

Bei einem schweren Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt in der nordwestpakistanischen Stadt Peshawar sind am Freitag mindestens

45 Menschen getötet worden.

Islamabad (dpa/ND). 45 Tote und 142 Verletzte waren die blutige Bilanz der Explosion einer Autobombe in Peshawar, der Hauptstadt der Nordwest-Grenzprovinz. 20 Menschen schwebten in Lebensgefahr. Viele Menschen waren zerfetzt worden, was den Behörden das Zählen der Opfer erschwerte.

Die Polizei in Peshawar teilte mit, der Attentäter habe sich in einem Auto mit Artilleriegranaten und rund 50 Kilogramm hochexplosivem Sprengstoff in die Luft gejagt. Der Sprengstoff sei in die Türverkleidungen eingebaut worden, um maximalen Schaden im Umkreis des Wagens anzurichten. Da die Druckwelle nicht nach unten gelenkt worden sei, habe die Explosion keinen Krater verursacht. Auf Fernsehbildern waren mehrere zerstörte Fahrzeuge und ein Bus zu sehen, den die gewaltige Druckwelle auf die Seite geworfen hatte. Mehrere Läden auf dem Khyber-Markt wurden beschädigt. Zum Zeitpunkt des Anschlags fand in dem wenige hundert Meter entfernten Provinzratsgebäude eine Ratssitzung statt.

»Ich sah nackte Leichen und Verletzte«, sagte ein Ladenbesitzer namens Mohammad Kamran. »Einige Leichen von Frauen und Kindern steckten in den beschädigten Autos fest. Ich sah einen Mann, der seine beiden Beine verloren hatte und trotzdem versuchte, aus einem Bus zu kriechen.« Der Mann fügte hinzu: »Das war alles so furchtbar, dass ich zu weinen begann. Wer sind diese brutalen Menschen, die solche grausamen Taten begehen?« Zunächst übernahm niemand die Verantwortung für das Verbrechen.

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