Gericht: Saab ohne Konzept
Stockholm (dpa/ND). Der Autohersteller Saab ist mit seinem Antrag auf Gläubigerschutz gescheitert. Das Amtsgericht im westschwedischen Vänersborg begründete die Ablehnung des Antrags am Mittwoch damit, dass das Unternehmen kein glaubwürdiges Konzept für eine dauerhafte Sanierung vorgelegt habe. Saab legte gegen die Entscheidung Berufung ein.
Der Autobauer konnte zuletzt die Löhne und Gehälter für die 3700 Beschäftigten nicht mehr zahlen. Die Produktion liegt seit April wegen unbezahlter Rechnungen von Zulieferern still. Als einzige Hoffnung galten knapp 250 Millionen Euro, die zwei chinesische Autounternehmen zugesagt haben. Nach dem Gerichtsentscheid gilt ein Insolvenzantrag von Gewerkschaften als wahrscheinlich. Danach könnten Löhne und Gehälter durch einen staatlichen Garantiefonds ausgezahlt werden.
Wir sind käuflich. Aber nur für unsere Leser*innen.
Die »nd.Genossenschaft« gehört ihren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die durch ihren Beitrag unseren Journalismus für alle zugänglich machen: Hinter uns steht kein Medienkonzern, kein großer Anzeigenkunde und auch kein Milliardär.
Mit Ihrer Unterstützung können wir weiterhin:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ übersehene Themen aufgreifen
→ marginalisierten Stimmen Raum geben
→ Falschinformationen etwas entgegensetzen
→ linke Debatten voranbringen
Mit »Freiwillig zahlen« machen Sie mit. Sie tragen dazu bei, dass diese Zeitung eine Zukunft hat. Damit nd.bleibt.