Klimagipfel in Durban

Klimakonferenz beschließt Fahrplan für neues globales Abkommen

Durban (AFP/dpa) - Die UN-Klimakonferenz in Durban hat weitreichende Entscheidungen für den internationalen Klimaschutz getroffen. Die Delegierten aus mehr als 190 Staaten verabschiedeten am frühen Sonntagmorgen einen Fahrplan für ein neues globales Klimaschutzabkommen, das erstmals alle Staaten umfassen soll. Ebenfalls beschlossen wurde eine neue Verpflichtungsperiode für das Kyoto-Protokoll.

Das künftige globale Abkommen soll der sogenannten "Durban Platform" zufolge bis 2015 vereinbart und nach der Ratifikation durch die Mitgliedstaaten 2020 wirksam werden.
Die internationale Staatengemeinschaft will bis zum Jahr 2015 einen rechtlich verbindlichen Klimavertrag erarbeiten, um so die Erderwärmung auf maximal zwei Grad zu begrenzen.
Es soll auch die USA und die großen Schwellenländer wie China und Indien einbeziehen.

Mit der Einigung soll auch das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll verlängert werden, um die Zeit bis zu dem neuen Vertrag zu überbrücken. Zu dem Kyoto-Prozess bekennen sich aber nur noch Staaten, die 15 Prozent der Treibhausgas-Emissionen ausmachen.

Die 17. Klimakonferenz war zur Lösungssuche extra um einen Tag verlängert worden. Die EU hatte im Verbund mit rund 100 weiteren Staaten eine kompromisslose Strategie verfolgt. Wenn Blockierer sich nicht zu einem Fahrplan für ein rechtlich verbindliches Abkommen bis 2015 bekennen, drohten sie damit, den Klimagipfel platzen zu lassen. Indien bekannte sich schließlich zu einer verbindlichen Regelung.

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