Libyen will gegen Folter vorgehen

Tripolis (dpa/nd). Die libysche Übergangsregierung will gegen Folter und Misshandlung von Gefangenen durch Ermittler und sogenannte Revolutionsbrigaden vorgehen. Der stellvertretende Ministerpräsident, Mustafa Abushagur, sagte bei einer Veranstaltung mit Vertretern der EU und der UNO in Tripolis: »Die Revolution kam, um Schluss zu machen mit Menschenrechtsverletzungen, deshalb können wir jetzt nicht erlauben, dass so etwas geschieht.«

Helfer von Ärzte ohne Grenzen und die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hatten in der vergangenen Woche berichtet, mehr als 100 Menschen seien bei Verhören in Misrata und Tripolis gefoltert worden. Amnesty International hatte zudem zwei Todesfälle dokumentiert.

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