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Bericht über Gräuel in Syrien
Damaskus/Kairo (dpa/nd). Nach der Friedensmission des Syrien-Sondergesandten Kofi Annan sind die Regierungsgegner in Syrien mit Berichten über Gräueltaten an die Öffentlichkeit getreten. In der syrischen Großstadt Homs sollen die Truppen von Präsident Baschar al-Assad den Angaben zufolge 57 Zivilisten massakriert haben. Die Regimegegner zeigten am Montag Videoaufnahmen von Kindern und Frauen, die in dem Viertel Karam al-Seitun mit Messern getötet worden sein sollen. Die Leichen seien am Sonntagabend gefunden worden. Syrische Medien machten »Terroristen« dafür verantwortlich.
Annan hatte am Wochenende im Auftrag von Vereinten Nationen und Arabischer Liga mit Assad über ein Ende der Gewalt verhandelt und sich nach zwei Gesprächsrunden optimistisch geäußert.
Am Montag sagte der syrische Botschafter in Moskau, Riad Chadad, nach Angaben der Agentur Interfax, Damaskus stimme einem von Russland und der Arabischen Liga vorgelegten Friedensplan zu. Annan hatte den Plan zuvor in Damaskus überreicht. Der Vorschlag sieht unter anderem ein Ende der Gewalt auf beiden Seiten sowie die Zulassung humanitärer Hilfe vor. Er schließt fremde Einmischung in den Konflikt aus.
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