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Sendergruppen

Beim bisher einzigen deutschen Pay-TV-Sender hat man gerade mal knapp eine Million Abonnenten. Um mehr zu erreichen, sagt Michael Schlecht während einer anderen Podiumsdiskussion, will man „sehr, sehr schnell“ mit anderen Programmanbietern Spartenkanäle unter dem eigenen Dach anbieten.

Allerdings schlafen auch die Macher werbefinanzierter Programme nicht. Der Nachrichtensender n-tv erwartet höhere Zuschauerquoten in seiner Zielgruppe ebenso wie der neue MTV-Musiksender VH-1 oder der „Disney-Kanal“ SuperRTL. Und Neue drängen nach. Im Frühjahr 1996 will Zap-TV, eine aktuelle, elektronische Programmzeitschrift, in Nordrhein-Westfalen auf Sendung gehen, ein Wetter-Kanal soll 1997 folgen. Christoph Erbes von SuperRTL berichtete außerdem, daß sowohl die Kirch-Gruppe als auch die Lu-

xemburger CLT jeweils an Acht-Sparten-Pay-TV basteln.

Nichts Neues also auf der Mattscheibe der Zukunft, eher Altbekanntes von kommerziellen Anbietern, für das die Zuschauer bezahlen oder Werbung erdulden sollen. Kein Wunder, daß die Zeitungs- und Zeitschriftenkonzerne optimistisch sind. „Die Online-Angebote werden den Zeitschriften am Rande etwas wegnehmen, aber nicht an ihre Substanz gehen“, äußerte sich Gerd Schulte-Hillen, Vorstahdschef von Gruner+Jahr.

Und Hubert Burda prognostizierte dem Konkurrenten Fernsehen einen weiteren Niveauverlust, weil die privaten Sender sich über Werbung finanzieren und die breite Masse ansprechen müßten. Gerade im höheren Niveau sieht auch Manfred Bissinger, Chefredakteur der „Woche“, die Chance der Printmedien.

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