Werbung

Dieser Text ist Teil des nd-Archivs seit 1946.

Um die Inhalte, die in den Jahrgängen bis 2001 als gedrucktes Papier vorliegen, in eine digitalisierte Fassung zu übertragen, wurde eine automatische Text- und Layouterkennung eingesetzt. Je älter das Original, umso höher die Wahrscheinlichkeit, dass der automatische Erkennvorgang bei einzelnen Wörtern oder Absätzen auf Probleme stößt.

Es kann also vereinzelt vorkommen, dass Texte fehlerhaft sind.

Klärschlamm und Fäkalien im Tierfutter

Frankreich

Paris (dpa/ND). Einen bislang wenig beachteten Tierfuttermittel-Skandal hat das ARD-Magazin »Monitor« enthüllt. Französische Viehfutterwerke haben nach dessen Recherchen jahrelang Fleischmehl mit Klärschlamm aus der werkseigenen Kläranlage vermischt. Der Schlamm, der auch Fäkalienreste aus den Toilettenanlagen enthielt, wurde über Futtermittel an Schweine und Geflügel verfüttert, berichtete der WDR in Köln. Ein Großteil der Tiere sei an Schlachthöfe gegangen, »die über Zwischenhändler auch zahlreiche deutsche Supermärkte und Restaurants belieferten«. Umweltmediziner äußerten sich besorgt über mögliche Verunreinigungen von Fleisch.

Die französische Regierung bestätigte die Vorfälle, erklärte aber, die Missstände seien »schon lange« abgestellt. Eine Regierungskommission habe zwischen November 1998 und Februar 1999 bei französischen Tierfutter-Herstellern Kontrollen durchgeführt und bei »weniger als zehn Betrieben schwere Abweichungen von den Produktionsvorschriften« festgestellt.

Der Sprecher der zuständigen Abteilung Verbraucherschutz im Wirtschaftsministerium erklärte, die Firmen seien verwarnt worden und würden seitdem regelmäßig kontrolliert. Strafverfahren gegen die Futtermittel-Hersteller seien allerdings nicht eingeleitet worden.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung
0
Beiträge gelesen

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und kaufe eine virtuelle Ausgabe des »nd«

0
Beiträge auf nd-aktuell gelesen

Hilf mit, die Seiten zu füllen!

Zahlungsmethode