14 Menschen dürfen bleiben
Sachsen-Anhalts Härtefallkommission votierte für Ausreisepflichtige
Magdeburg (dpa/nd). Die Härtefallkommission in Sachsen-Anhalt hat im vergangenen Jahr 14 Ausländern, die eigentlich hätten ausreisen müssen, zu einer Aufenthaltserlaubnis verholfen. Das teilten die Vorsitzende der Kommission, Monika Schwenke, und Innenminister Holger Stahlknecht (CDU) gestern in Magdeburg mit. Die Kommission entschied über 14 Bleiberechts-Anträge, die von Familien und auch von Einzelpersonen gestellt worden waren.
Nach gründlicher Prüfung habe die Kommission bei sieben Anträgen dringende humanitäre oder persönliche Gründe gesehen, die einen weiteren Aufenthalt der Menschen in Deutschland erfordern, sagte Schwenke. Der Innenminister gab allen Ersuchen statt. Unter den 14 Betroffenen waren auch sechs minderjährige Kinder. Die betroffenen Familien kamen insbesondere aus Irak und Serbien. In jedem Fall recherchiert ein Kommissionsmitglied ganz genau, spricht mit Betroffenen und Unterstützerkreisen, sichtet Unterlagen und formuliert eine Begründung, die das komplette Gremium diskutiert. Zum Vergleich: Laut Innenministerium wurden 2012 aus Sachsen-Anhalt 203 Menschen abgeschoben.
Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn.
Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär.
Dank Ihrer Unterstützung können wir:
→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen sichtbar machen, die sonst untergehen
→ Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden
→ Desinformation Fakten entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und vertiefen
Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.