Kritik aus dem Bund am Magdeburger Sparkurs

Kulturstaatsminister: Theaterpolitik unangemessen

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin/Magdeburg (dpa/nd). Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU) hält die in Sachsen-Anhalt geplante Kürzung der Theaterförderung und den vorgesehenen Neubau eines Bauhaus-Museums in Dessau für unangemessen. »Theater zu schließen und Erweiterungsbauten zu planen - das passt nicht zusammen«, teilte Neumann gestern in Berlin mit. »Das eine zu tun und das andere nicht zu lassen - das wäre verantwortungsvolle Kulturpolitik.«

Der Kulturstaatsminister appellierte an Kultusminister Stephan Dorgerloh (SPD), die Kürzungspläne bei der Kultur noch einmal zu überdenken. Das CDU/SPD-Kabinett in Magdeburg hatte den Haushaltsentwurf - und damit die Kürzungen für die Theater - am Dienstag beschlossen. Der Landtag ist jetzt am Zug.

Neumann teilte weiter mit, mit Blick auf die große Bedeutung von 100 Jahren Bauhaus werde er dennoch den Wunsch des Landes nach einer Mitfinanzierung des Baus durch den Bund sorgfältig prüfen, wenn ihm konkrete Unterlagen vorliegen. Dorgerloh hatte verkündet, das Land wolle in Dessau ein Bauhaus-Museum errichten. Dafür habe die Regierung 12,5 Millionen Euro bewilligt.

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