Thüringen-SPD: Gnauck ist Belastung geworden

Erfurt. Staatskanzleichef Jürgen Gnauck (CDU) ist nach Ansicht von SPD-Landesgeschäftsführer René Lindenberg zu einer Belastung für die thüringische Landesregierung geworden. »Statt den Maschinenraum zum Funktionieren zu bringen, produziert Herr Gnauck am laufenden Band Schlagzeilen in eigener Sache«, erklärte Lindenberg am Montag in Erfurt. Nach den Ministern Schöning und Walsmann sowie dem Staatssekretär Zimmermann sei Gnauck »nun schon die vierte Fehlbesetzung« in der Staatskanzlei. Die SPD regiert mit der CDU in einer Koalition. Die Erfurter Staatsanwaltschaft ermittelt seit vergangener Woche gegen den Staatskanzleichef wegen der Anstellung seiner Sekretärin. Die Behörde sieht aufgrund der übertariflichen Bezahlung der Angestellten den Anfangsverdacht der Untreue. Zuvor hatte die Staatsanwaltschaft gegen Mitarbeiter der Staatskanzlei wegen der Zahlung von Beihilfen an Gnauck ermittelt, das Verfahren allerdings eingestellt. dpa/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung