Justizminister Holder: »Faire Untersuchung«

Zum Tod des Schwarzen Brown wird ermittelt

Ferguson. Nach Tagen gewalttätiger Unruhen in der US-Kleinstadt Ferguson rückt nun die juristische Aufarbeitung der tödlichen Polizisten-Schüsse auf den schwarzen Jugendlichen Michael Brown in den Vordergrund. US-Justizminister Eric Holder traf am Mittwoch die Familie des getöteten 18-Jährigen und versprach eine »faire und unabhängige Untersuchung«. Bei einem Treffen mit Studenten und Einwohnern des Vorortes von St. Louis sagte Holder, er habe die »erfahrensten Ermittler und Staatsanwälte« damit beauftragt, Browns Tod zu untersuchen. »Unsere Untersuchung ist anders«, entgegnete Holder auf den Vorwurf vieler Bürger, dass die Polizei den Täter aus den eigenen Reihen in Schutz nehmen werde. »Die Augen der Nation und der Welt« ruhten auf dem Ort, der mit seinen Problemen stellvertretend für viele andere US-Städte stehe. Eine sogenannte Grand Jury nahm am Mittwoch hinter verschlossenen Türen ihre Arbeit auf. Die Geschworenen sollen prüfen, ob Anklage gegen den Todesschützen erhoben wird. Diese Entscheidung könnte sich bis Mitte Oktober hinziehen, sagte Staatsanwalt Robert P. McCulloch.

Nach dem gewaltsamen Tod eines weiteren Afroamerikaners bei einem Polizeieinsatz in South Los Angeles hat Polizeichef Charlie Beck eine umfassende Untersuchung versprochen. Wie die »Los Angeles Times« am Mittwoch berichtete, waren am Vorabend mehr als 200 Anwohner und Aktivisten zu einem Treffen mit Beck erschienen. Sie forderten eine vollständige Aufklärung des Polizeieinsatzes am 11. August, bei dem ein 25-jähriger Afroamerikaner durch Schüsse ums Leben gekommen war. Agenturen/nd

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