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Yuan vorerst keine Leitwährung

Chinesische Währung kommt frühestens 2016 in den IWF-Korb

  • Lesedauer: 1 Min.

Washington. Chinas Landeswährung Yuan wird frühestens im Oktober 2016 in den exklusiven Kreis der globalen Leitdevisen aufgenommen. Der Internationale Währungsfonds (IWF) teilte am Mittwoch in Washington mit, die Zusammensetzung seines Währungskorbs bis dahin nicht zu ändern. Ob die auch Renminbi genannte chinesische Währung Zugang erhält, solle bis Ende 2015 entschieden werden. Die Entscheidung würde aber erst zum Herbst kommenden Jahres in Kraft treten.

China, dessen wirtschaftliche Bedeutung in den letzten Jahrzehnten deutlich gestiegen ist, bringt sich schon länger in Stellung, um den Dollar mit dem Yuan einmal als weltweit wichtigste Reservewährung abzulösen. Die Aufnahme in den prestigeträchtigen IWF-Korb wäre ein wichtiger Schritt auf dem Weg dorthin. Die strikte Regulierung Pekings, durch die der Yuan nicht frei handelbar ist, verhinderte dies jedoch bislang.

Alle fünf Jahre stellt der IWF den Währungskorb, der derzeit US-Dollar, Euro, Britische Pfund und japanische Yen umfasst, auf den Prüfstand. Um den Finanzmärkten Zeit zu geben, sich auf eine mögliche Umstellung vorzubereiten, wurde der Prozess diesmal jedoch um neun Monate verschoben. Die Aufnahme des Yuan wird schon seit längerem diskutiert. Kommentar Seite 4

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