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Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer
Die Sorgen der Anderen

Große Teile der Bevölkerung haben sich jegliche Empathie abtrainiert. Die Vorstellung, die Probleme der Anderen könnten irgendwann die eigenen werden, ist objektiv nicht mehr möglich.

Das böse H-Wort

Sechs Monate Schonfrist beim künftigen Bürgergeld – dann können Menschen wieder ganz normal sanktioniert und auf zwei Drittel des Existenzminimums herabgesetzt werden wie bei Hartz IV.

Harte Zeiten

Eine sozialdemokratische Vision aus dem Bilderbuch: Die Angehörigen der Unterschicht machen die Krise gewissermaßen unter sich selbst aus.

Romane mit Reichweite

Es gibt einen unabhängigen, kaum erforschten Selfpublisher-Markt, dessen millionenstarke Gesamtauflage ihn zum eigentlichen literarischen Leben des Landes macht – ohne Rücksicht auf die Qualität.

Zur Wiederholung verdammt

Wer sich daran gewöhnen kann, dass fast jede Woche Schulkinder Schulkinder umbringen, kann sich an fast alles gewöhnen, meint Leo Fischer. Die Beharrungskräfte des Systems sind stärker als jeder vernünftige Appell.

Bundeswehr mit Freifahrtschein

Das Militär wird Popkultur. Immer stärker geht es darum, die Gesellschaft zu ändern für die Bedürfnisse der Armee, nicht umgekehrt. Das Militärische gehört zum neuen deutschen Lebensgefühl.

Hauptsache, es wird nicht ungemütlich

Deutsche Intellektuelle haben einen Brief in Sachen Ukraine-Krieg an den Kanzler geschrieben. Verantwortlich für das Leid sind ihrer Lesart zufolge auch diejenigen, die es erleiden - die ukrainische Bevölkerung habe also die Pflicht, unverzüglich die Leidenshandlungen einzustellen.

Das gelobte Ausland

Während die Verhältnisse im Inland kompliziert und erdrückend sind, ist das Ausland eine beliebige Projektionsfläche – je ferner, desto besser. Leo Fischer über falsche Hoffnungen von links.

Kaffeeküche der Selbstdarsteller

Man könnte den Niedergang der Linken schade finden - die im Zuge von Krieg und Seuche drohende Verarmung großer Teile der Bevölkerung hätte eine linke Partei verdient, die Protest organisiert und verkörpert.

Gemeinsam in Dantes Hölle

Lafontaine und Schröder sind am Ende in der gleichen griechischen Fabelhölle gelandet. Noch bis zum letzten Atemzug Seite an Seite mit dem Intimfeind Diktatoren verteidigen müssen - eine Strafe, die sich Dante nicht plastischer hätte ausdenken können.