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Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer
Kommunismus? Schön wär’s!

Angst vorm Linksrutsch? So wie SPD und Grüne drauf sind, würde sich auch die linkestmögliche Bundesregierung nur in Nuancen von der amtierenden unterscheiden. Man bekäme die Formation, die 1998 schon einmal gewählt wurde und deren Konsequenzen recht unkommunistische waren, meint Leo Fischer.

Im Land der Mitten

Die Eröffnung des Wahl-O-Maten Anfang der Woche hat auf sehr schöne Weise klargemacht, dass die deutsche Demokratie nach wie vor wie das Frühstücksbüffet eines Vertreterhotels funktioniert, meint Leo Fischer.

Im Sekretariat der richtigen Politik

Zu diesem Wahlkampf passt nicht einmal mehr ein Max-Weber-Zitat. Forderungen an die Politik zu haben wirkt irgendwie altmodisch - außer für Politiker, die alle auf Opposition machen, obwohl sie irgendwie mitregieren.

Gruseln aufs angenehmste

Nur Willkürherrschaft und Terror im Ausland - wie wunderbar, dass es bei uns vergleichsweise besser ist - obwohl es nicht gut ist. So gerät aus dem Blick, dass auch bei uns überall der Rollback vorbereitet wird.

Entmarktet den Markt!

Auch das klimafreundlichste Wahlprogramm wirkt wie ein Ventilator vor dem heißen Stein. Radikale Schritte sind uns so fern und gleichzeitig so notwendig, dass sie den meisten wie die eigentliche Katastrophe vorkommen.

Onkel Laschet und die Lkw

Leo Fischer sieht in Vorstadt-Staus ein Bild der Verhältnisse und ein Symbol für den Kanzlerkandidaten der CDU, Armin Laschet.

Vor der Tür das Feindesland

Anfang des 20. Jahrhunderts war die Straße noch Raum für alle, an deren Bedürfnissen sich die wenigen Automobilisten orientieren mussten. Doch sukzessive scheuchte die Autoindustrie die Leute auf die Bürgersteige.

Wissenschaft als Marketing

Die Achtung der Forschung ist heute geringer denn je. Wissenschaftliche Positionen sind lediglich eine Marketing-Maßnahme unter vielen. Und für die Funktion einer wissenschaftlichen Arbeit im Kapitalismus ist es auch unerheblich, ob sie rechtmäßig zustande gekommen ist.

Mallorca ja, Istanbul nein

Im Corona-Versagerland Deutschland, wo in der Pandemie fast alles schief ging, was schief gehen konnte, sollen es am Ende mal wieder die »Ausländer« gewesen sein. In einigen Bundesländern zieht sogar die AfD schon an der CDU vorbei.

Hauptsache vegan

Für den deutschen Spargelwahn wird jedes Unrecht an Erntearbeitern in Kauf genommen, ja sogar in Gesetzen zementiert - für ein Gefühl des besseren Lebens, das ein schlechteres für viele bedeutet.

Eine Klasse empört sich

Teile des Bürgertums begehren auf. In der Coronakrise überhaupt von Gesetzen betroffen zu sein, sich nicht rauskaufen können, behandelt zu werden wie Hartz-IVler, bei denen sie aber keinen Gedanken an Freiheiten und Grundrechte verschwenden - das ist schon der ganze Grund der Empörung.

Der gesellschaftliche Gesamtmumpitz

Mietendeckel, abfällige Bemerkungen über die Grundsicherung, Rentendebatte, Corona-Politik: Offensichtlich ist die besitzende Klasse nicht länger an einer Fortführung des Sozialvertrags interessiert.

Suppegewordener Hohn

Rewe, Penny & Co. müssen derzeit für so einige andere Freizeitvergnügen herhalten. Kulinarisch ist allerdings noch Luft nach oben. Eine Ausnahme, aber auch nur ein flüchtiges Vergnügen: Parmesansuppe.