Redaktionsübersicht

Stephan Kaufmann

Stephan Kaufmann

Stephan Kaufmann arbeitet als freier Autor für die Wochenausgabe des »nd«. Er studierte Betriebs- und Volkswirtschaftslehre in Berlin und Paris. Seit 30 Jahren schreibt er für Zeitungen, seit 25 Jahren arbeitet er als Wirtschaftsredakteur, zuletzt für die »Frankfurter Rundschau«, die »Berliner Zeitung«, den »Kölner Stadtanzeiger« und das Wochenblatt »Freitag«. Seine Themenschwerpunkte liegen bei der »großen Wirtschaft«: Konjunktur und Krise, Finanzmärkte und Währungen, Handel und Verteilung. Kaufmann hat einige Bücher und zahlreiche Bildungsmaterialien verfasst, unter anderem zur Euro-Krise, zur Funktion der Finanzmärkte und zur Ungleichheit in Deutschland.

Aktuelle Beiträge von Stephan Kaufmann:
Der Moment der Wahrheit: Frankreichs Premier Francois Bayrou gibt am 15. Juli seine Spar- und Aufrüstungspläne bekannt.
Eine Lektion in Demokratie

Frankreichs Demokratie ist nicht in der Krise. Die Wahlen bringen nur nicht das, was die Politik von ihnen will: Eine eindeutige Ermächtigung der Regierung, mit der sie der Bevölkerung Opfer zumuten kann

Globale Überkapazitäten: Neue MG-Fahrzeuge im chinesischen Hafen von Lianyungang
Wettbewerbsfähigkeit – was ist das eigentlich?

Weltweit ist das Wirtschaftswachstum ungenügend, die Schulden steigen. In die härtere Konkurrenz ziehen die Standorte mit Sozialabbau, Steuersenkungen, längeren Arbeitszeiten, besserer Infrastruktur – und mit Aufrüstung.

Liberation Day: Anfang April veröffentlichte Trump seine Zolldrohung und ließ die Verhandlungen beginnen
Der Boss regelt das

Großbritannien, Vietnam, Indonesien, Japan – ein Land nach dem anderen beugt sich der US-amerikanischen Zolldrohung und macht Zugeständnisse. Bald ist auch die EU an der Reihe. Donald Trump kann ganz zufrieden sein.

Trumps Lektionen

Um seine Ziele durchzusetzen, greift der US-Präsident zu Zöllen. Seine Handelspolitik lehrt uns: Krieg ist Frieden, Verteidigung ist Angriff, Sicherheit schafft Unsicherheit, Abhängigkeit ist Macht und Macht ist Recht

Ein Airbus 400 M Transportflugzeug. Der Airbus-Konzern gilt als Modell für die europäische Industriekooperation
EU-Binnenmarkt: Konzerne als Waffen

Im Kampf um Macht und Geld besinnt sich die EU auf ihren Binnenmarkt: Seine Liberalisierung soll mächtige europäische Großunternehmen schaffen. Die militärische Ertüchtigung wird so durch eine ökonomische ergänzt.

Eine Weltmacht wird bewertet: Wertpapierhändler an der New Yorker Börse in der Wall Street
Schulden der USA: Weltmacht auf Kredit

Das riesige Finanzpaket von US-Präsident Donald Trump bedeutet Billionen neue Staatsschulden für die Vereinigten Staaten. Das befeuert die Zweifel an der Leitwährung US-Dollar. Eurpoa wittert eine »Chance« für den Euro.

Von außen dekorativ, von innen rentbel: Wohnhäuser in Berlin
Wissenschaftlich bewiesen: Vermieter haben recht

Mietpreisbremsen sind in der Bevölkerung beliebt. Das wundert Ökonomen. Denn sie halten es für wissenschaftlich erwiesen, dass Mietpreisbremsen schädlich sind – die Zustimmung zu ihnen müsse also auf Vorurteilen beruhen.

Nicht das, was die Regierung will: Kundgebung zum 1. Mai 2025 in Frankfurt am Main.
Angetreten zum Dienst am Wachstum

In Deutschland wird so viel gearbeitet wie noch nie. Dennoch will die Politik immer mehr Arbeit und schafft dafür die rechtlichen Voraussetzungen. Davon profitieren vor allem jene, die den Wohlstand produzieren lassen

Geordnet in Reih und Glied: Das schöne Familienleben hat eine klare Funktion in der Reproduktion der kapitalistischen Gesellschaft.
Heide Lutosch: »Der Kapitalismus fordert viel Liebe«

Familie ist alles? Im Interview spricht Heide Lutosch über die Leistungen, die Familien für den Staat erbringen sollen, über gehetzte Eltern, undankbare Kinder und die notwendige Vergesellschaftung der Sorgearbeit.

Die Exportorientierung der deutschen Wirtschaft war früher eine Stärke, jetzt wird sie zur Last.
Koalitionsvertrag: Kaum gestartet, schon enttäuscht

Der schwarz-rote Koalitionsvertrag wird von Linken ebenso wie von Liberalen, Rechten und Unternehmen kritisiert. Kein Wunder – denn die Koalition widmet sich einem Problem, das sie nicht lösen kann.

Ein Zentrum der Dollar-Macht: Die Chicago Mercantile Exchange
Trumps Achillesferse

Noch ist der US-Dollar das Maß der kapitalistischen Dinge. Das darf auch der Präsident nicht gefährden. Denn ebenso wie die Weltmacht der USA die Dominanz ihrer Währung begründet, so ruht ihre Weltmacht auf dem Dollar.

Folge des Freihandels: US-Präsident Donald Trump erklärt der Welt den Zollkrieg
Freihandel: Neoliberaler Untoter

Man erinnert sich: »Freihandel sichert den Weltfrieden«, hieß es noch vor kurzem. Inzwischen läuft ein globaler Handelskrieg, echte Kriege dürften folgen. Mit Ökonomie und Kapitalismus soll das aber nichts zu tun haben?

US-Präsident Donald Trump zwischen Außenminister Marco Rubio (links) und Verteidigungsminister Pete Hegseth.
Ökonomie des sterbenden Imperiums

Zollkrieg, Börsenabsturz, Rezession: Viele halten Donald Trump mindestens für dumm, eher für verrückt. Dabei spiegelt seine widersprüchliche Politik nur die Widersprüche seines Projekts: Make America Great Again!

»Tesla Takedown«: Protest gegen Elon Musk vor einem Teslahändler Ende März in San Francisco
Tesla: Autos brennen, Kurse fallen

Einst galt Elon Musk als unternehmerisches Genie. Doch sein politisches Engagement hat den immer noch reichsten Mann der Welt inzwischen viel Geld gekostet: Tesla-Verkäufe brechen ein, Zweifel an SpaceX wachsen

Die Produktion von Autos ist heutzutage kein Problem mehr – die wahre Kunst liegt im Verkauf.
Worum es in Trumps Zollkrieg geht

Autos, Solar, Computerchips – auf dem Weltmarkt herrschen Überfluss und Preiskriege. Das verschärft den Kampf der Standorte ums Wirtschaftswachstum. In diesem Kampf greifen die USA zu zunehmend rabiaten Methoden.

Tödlich und lukrativ: Wuchtgeschosse von Rheinmetall bei der MSPO Waffenmesse, Kielce, Polen
Sparen für die Kriegstüchtigkeit

Deutschland erlaubt sich milliardenschwere Rüstungskredite. Die neuen Schulden sollen durch wachsende Wirtschaftsleistung solide gemacht werden. Dafür steht die Bevölkerung gerade: Sie wird sie auf Verzicht eingestimmt.

Zwei Leopard 2A6: Der Aktienkurs des Panzerbauers Rheinmetall hat sich in den letzten Monaten vervielfacht.
Europas Regierungen in die Klemme

In Europa werden Schuldenregeln im Eiltempo geändert, um grenzenlose Kredite für Aufrüstung zu mobilisieren. Diese Aufrüstung sei alternativlos. Für Stephan Kaufmann bleibt die Frage: Wozu dienen die vielen neuen Waffen?

Geldsegen: Die Bundeswehr kann in den nächsten Jahren mit Hunderten von zusätzlichen Milliarden rechnen.
Kanonen, Butter, Kriegskredite

Deutschland und andere Nato-Staaten erhöhen ihre Schulden, um massiv aufzurüsten. Damit die Schulden tragbar bleiben, muss nun das Wirtschaftswachstum steigen. Dafür soll die Bevölkerung sorgen – mit Arbeit und Verzicht.