Fricopan-Leitung will nicht mit jedem über Sozialplan reden

508 Mitarbeiter von Schließung des Werks in der Altmark betroffen

Die Konzernleitung will offenbar verhindern, dass der frühere Betriebsratschefs und heutige Landtagsabgeordneten in Sachsen-Anhalt, Andreas Höppner (LINKE), an den Gesprächen über den Plan teilnimmt.

Klötze. Die Leitung des vor der Schließung stehenden Backwarenherstellers Fricopan macht Gespräche über einen Sozialplan für die Beschäftigten offenbar von Bedingungen abhängig. Eine Teilnahme des früheren Betriebsratschefs und heutigen Landtagsabgeordneten in Sachsen-Anhalt, Andreas Höppner (LINKE), soll verhindert werden. Die Konzernleitung habe über ihren Anwalt mitteilen lassen, dass sie nicht verhandeln werde, wenn Höppner in der Verhandlungskommission ist. »Es wäre für den Betriebsrat erzwingbar gewesen, den Sachverstand in der Kommission zu haben, den er will, aber in der ersten Verhandlungsrunde gleich eine Eskalation zu suchen, wäre nicht sinnvoll«, sagte Höppner gegenüber »nd«, der für die Gewerkschaft NGG dem Betriebsrat beratend zur Seite steht. Sein Arbeitsverhältnis mit Fricopan ruht seit seinem Einzug in den Landrat im März. Der Backwarenhersteller hatte angekündigt, sein Werk in Klötze in der Altmark am 31. August schließen zu wollen. 508 Beschäftigte sind davon betroffen. jme

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