Schwache Beratung bei Online-Buchungen von Reisen

Stiftung Warentest

Bei Reisebuchungen über das Internet dürfen Verbraucher nicht mit guter Beratung rechnen. Schwache Beratung sei ein »fast durchgehender Makel« bei einem Test von 14 Online-Portalen von Reisevermittlern und Reiseveranstaltern gewesen, berichtete die Stiftung Warentest in der Januar-Ausgabe von »test«.

Die Anbieter beantworteten zwar fast alle E-Mails, auch ihre Telefon-Hotlines seien gut erreichbar. Doch ihre Auskünfte sind unbefriedigend.

Als Beispiel nannte die Stiftung Warentest eine Anfrage bei einem Veranstalter nach einem barrierefreien Hotel auf der Urlaubsinsel Gran Canaria. Antwort darauf sei eine Liste mit Hunderten behindertenfreundlichen Unterkünften in der ganzen Welt gewesen, in der jeweils der genaue Ort gefehlt habe und nur das Zielgebiet genannt worden sei.

Die Stiftung Warentest bemängelte zudem, dass sich in etwa jedem vierten Fall der Preis während der Suche änderte. Demnach prüften die Tester bei jedem Portal 30 Reisen. Bei etwa jeder vierten Reise habe sich der zum Suchbeginn angezeigte Preis im weiteren Verlauf geändert, meist sei er gestiegen.

Insgesamt nahm die Stiftung Warentest acht Portale von Reisevermittlern und von sechs Veranstaltern unter die Lupe. Dabei wurden neben der Suche und der Ergebnisdarstellung auch die Buchungsfunktion, die Stornomöglichkeiten, die Beratung und der Aufbau der Internetseite überprüft.

Das Ergebnis des Testes: Nur sieben der 14 Portale bekamen die Gesamtnote »gut«, sechs schnitten »befriedigend« ab, ein Portal war nur »ausreichend«. AFP/nd

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