Siemens: Schleier über Korruptionsskandal

  • Lesedauer: 1 Min.

München. Der Siemens-Konzern will eine Auftragsstudie zum milliardenschweren Schmiergeld-Skandal nach 2006 nicht eigenständig veröffentlichen. Man verspreche sich von einer Publikation der Forschungsergebnisse als Buch keine neuen Erkenntnisse, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Samstag in München. Die Autoren hätten ihre Erkenntnisse bereits in zahlreichen Vorträgen, Aufsätzen und Büchern veröffentlicht. Zudem entspreche das derzeitige Manuskript »nicht den Qualitätsansprüchen des Hauses«. Auch Zitate aus internen Protokollen seien nicht für die Öffentlichkeit geeignet. Der »Spiegel« hatte unter Berufung auf die beiden Autoren berichtet, Siemens halte die 2011 in Auftrag gegebene Untersuchung unter Verschluss, obwohl ihnen eine Publikation als Buch zugesagt worden sei. Die Wissenschaftler seien zu dem Schluss kommen, die Einigung zwischen den Strafverfolgungsbehörden und Siemens habe einen »Schleier über Tausende Vorwürfe« gelegt. dpa/nd

Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn.

Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser:innen und Autor:innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär.

Dank Ihrer Unterstützung können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen sichtbar machen, die sonst untergehen
→ Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden
→ Desinformation Fakten entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und vertiefen

Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.