7000 Menschen erinnern an Befreiung des KZ Mauthausen

Vor 72 Jahren wurde das Konzentrationslager befreit / Österreichs Bundespräsident und Kanzler nahmen am Gedenken teil

  • Lesedauer: 1 Min.

Mauthausen. Rund 7000 Menschen haben am Sonntag in Österreich an die Befreiung des ehemaligen Konzentrationslagers Mauthausen vor 72 Jahren erinnert. Das Gedenken auf dem Gelände des Lagers nahe Linz, in dem unter der Nazi-Diktatur rund 100.000 Gefangenene ermordet wurden oder unter den unmenschlichen Bedingungen starben, stand unter dem Motto »Internationalität verbindet«. »Wir sind uns und unseren Kindern verpflichtet, jeder Art von Populismus und Nationalismus eine Absage zu erteilen und die Internationalität als obersten Leitgedanken zu verankern«, sagte Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitees.

Auch Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen und Regierungschef Christian Kern (SPÖ) mahnten zu Solidarität und Toleranz. »Mit Nationalismus, mit der Verletzung der Würde des Menschen, mit der Ablehnung gegenüber allem Fremden löst man kein einziges Problem. Man schafft neue«, so das Staatsoberhaupt.

In Mauthausen und seinen 49 Außenlagern waren zwischen 1938 bis 1945 etwa 200.000 Menschen schlimmsten Qualen und Erniedrigungen ausgesetzt. Das Ziel der Nazis war Vernichtung der Menschen durch Arbeit speziell in den Steinbrüchen des Lagers. Im Mai 1945 wurde Mauthausen wenige Tage vor Ende des Zweiten Weltkriegs von US-Truppen befreit. dpa/nd

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das beste Mittel gegen Fake-News und Rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal