Wem gehört der Widerstand?

Aufstand, Revolte, Tumult - hinter dem Phänomen des englischen Begriffs »riot« verbirgt sich eine gewisse Gespenstigkeit. Denn verbunden mit der Begrifflichkeit des Aufruhrs ist meist die Vision einer überwältigenden Zerstörung. Als politisches Ereignis und gesellschaftliche Form ist der »Riot« deshalb noch immer eine kriminalisierte Struktur: Ausschreitungen gelten als Ausnahmezustand und Raum außerhalb der scheinbaren Normalität von Demokratie und gesellschaftlicher Ordnung. Teilnehmende werden als »widerspenstiger Mob« oder »Plünderer« diffamiert. Aber welches revolutionäre Potenzial haben die Rebellionen der jüngeren Geschichte?

In Künstlergesprächen, Filmvorführungen und Performances wird der Status quo der Aufstände in Metropolen betrachtet: von einem dekolonialisierten Blick auf die Revolten in den französischen Banlieues über die Resignation eines post-marxistischen Sozialismus bis zu dem abgebrannten Hochhaus Grenfell Tower in London. san

Foto: Filmstill aus NOW! (Santiago Álvarez), Arsenal - Institut für Film und Videokunst e.V.

»Riots: Dissent and Spectres, Control and Ruptures« am 26. und 27. Januar im Acud Macht Neu, Veteranenstraße 21, Mitte, freier Eintritt.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung