KZ-Wachmann muss vorerst nicht vor Gericht

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Frankfurt am Main. Ein ehemaliger SS-Wachmann des Konzentrationslagers Lublin-Majdanek muss voraussichtlich nicht vor Gericht erscheinen. Das Landgericht Frankfurt am Main lehnte die Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den 97-Jährigen ab, teilte der Vorsitzende Richter Werner Gröschel am Donnerstag mit. Der Angeklagte sei aufgrund seiner schlechten Gesundheit dauerhaft nicht in der Lage, einer Verhandlung zu folgen und überdies durch den Stress einer Prozesssituation an Leib und Leben gefährdet. Der Exekutivvizepräsident des Internationalen Auschwitz-Komitees in Berlin, Christoph Heubner, sagte am Donnerstag, mit Blick auf die Überlebenden des Holocausts habe sich das Gericht mit seiner Entscheidung »quälend lange Zeit gelassen«. dpa/nd

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