Die LINKE: Landesregierung kaschiert Lehrkräftemangel

Die große Koalition im Schweriner Landtag hat heimlich bei der Bildung gekürzt und den Mangel an Lehrkräften geschönt, sagt Linken-Schulexpertin

  • Lesedauer: 1 Min.

Schwerin. Die oppositionelle Linke im Schweriner Landtag hat der rot-schwarzen Landesregierung vorgeworfen, Anrechnungsstunden für Lehrer heimlich gekürzt zu haben. »Still und heimlich hat die Landesregierung Stunden für zusätzliche Aufgaben gestrichen und so den Lehrkräftemangel kaschiert«, erklärte Linken-Schulexpertin Simone Oldenburg am Sonntag. So seien im Vergleich zum Schuljahr 2015/16 jene Stunden, die den Schulen etwa für Wettbewerbe, die Betreuung von außerunterrichtlichen Projekten, Schulpartnerschaften oder die Begabtenförderung zur Verfügung standen, drastisch gekürzt worden.

»Gab es 2015/2016 für diese zusätzlichen Aufgaben noch zusätzliche 4500 Wochenstunden, das entspricht 170 Lehrerstellen, wurden ab dem Schuljahr 2016/2017 davon 1500 Stunden wöchentlich eingespart«, erklärte Oldenburg unter Verweis auf die Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der Linken. Die Regierung habe damit klammheimlich in der Bildung gekürzt, den Lehrermangel um 60 Stellen kaschiert und jährlich fünf Millionen Euro eingespart. dpa/nd

App »nd.Digital«

In der neuen App »nd.Digital« lesen Sie alle Ausgaben des »nd« ganz bequem online und offline. Die App ist frei von Werbung und ohne Tracking. Sie ist verfügbar für iOS (zum Download im Apple-Store), Android (zum Download im Google Play Store) und als Web-Version im Browser (zur Web-Version). Weitere Hinweise und FAQs auf dasnd.de/digital.

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal