Werbung

Weltweit größtes Nutella-Werk wird bestreikt

Seit einer Woche blockieren Arbeiter die Zufahr zum Werk in Villers-Ecalles

  • Lesedauer: 2 Min.

Paris. Die Produktion in der weltweit größten Nutella-Fabrik in Frankreich steht fast still. Seit rund einer Woche blockieren streikende Arbeiter das Werk in Villers-Ecalles in der Normandie. Die Gewerkschaft Force Ouvriere berichtete auf ihrer Website, dass 160 der 350 Beschäftigten der Ferrero-Fabrik seit vergangenen Dienstag im Ausstand sind und die Ein- und Ausfahrt für Lastkraftwagen blockiert haben. Ferrero gab an, Streikenden, die den Eingang blockierten, per Gerichtsbeschluss Zwangsgelder aufzuerlegen. Die Sanktionen seien Montagfrüh in Kraft getreten.

Die Fabrik ist für rund ein Viertel der Nutella-Produktion zuständig. Hier werden normalerweise rund 600.000 Nutella-Gläser am Tag produziert. Die Nachrichtenagentur AFP berichtete unter Berufung auf die Gewerkschaft, von den vier Linien für den Schoko-Brotaufstrich Nutella sei nur noch eine mit 20 Prozent ihrer Kapazität in Betrieb. Die Produktion des Schokoriegels Kinder Bueno sei eingestellt worden.

Die Nutella-Produktion sei weitgehend zum Erliegen gekommen, sagte Fabrice Canchel von der Gewerkschaft Force Ouvrière (FO). Die Mitarbeiter blockierten seit fast einer Woche die Zugänge zu dem Werk in der Normandie, und deshalb würden auch die Zutaten knapp. »Kein Lieferwagen kommt mehr in die Firma oder verlässt sie«, betonte Canchel.

Die Gewerkschaft fordert eine Gehaltserhöhung - das Angebot von Ferrero ist ihr zu niedrig. Das Unternehmen betonte, man habe sechs Tage lang versucht, Gespräche zu führen. Diese seien von der Gewerkschaft abgelehnt worden.

Das Werk gehört zum italienischen Süßwarenkonzern Ferrero. Bereits im Februar stand dort die Produktion still - damals sprach Ferrero von Qualitätsproblemen. dpa/nd

Abonniere das »nd«
Linkssein ist kompliziert.
Wir behalten den Überblick!

Mit unserem Digital-Aktionsabo kannst Du alle Ausgaben von »nd« digital (nd.App oder nd.Epaper) für wenig Geld zu Hause oder unterwegs lesen.
Jetzt abonnieren!

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal