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Kein Raum für Antisemiten an der FU

Umbenennung des Henry-Ford-Baus gefordert

  • Von Rainer Rutz
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Allgemeine Studierendenausschuss (AStA) der Freien Universität Berlin hat die Leitung der Universität aufgefordert, eine Umbenennung des Henry-Ford-Baus einzuleiten. Das Gebäude aus den 1950er Jahren beherbergt unter anderem das Audimax der FU. Ein Repräsentativbau mit einem unappetitlichen Namen: Denn Henry Ford war nicht nur der legendäre Autobauer und Fließbanderfinder. Er war auch »nachweislich ein bekennender Antisemit und Unterstützer des NS-Regimes«, heißt es in einer am Montag veröffentlichten Stellungnahme des AStA.

Dass dem so war, dürfte wissenschaftlich unbestritten sein. Es ist denn auch nicht der erste Anlauf der Studierenden, den Namen loszuwerden. Bislang stellte sich die Uni-Leitung quer. Ihre Begründung: Das Haus wurde zur Einweihung 1954 nicht nach dem Antisemiten Ford benannt, sondern nach dessen Enkel Henry Ford II, damals Chef des Autokonzerns. Der AStA hält diese Argumentation für »wenig stichhaltig«.

Durch die jüngst beschlossene Umbenennung der Berliner Beuth-Hochschule - auch deren Namensgeber war Antisemit - fühlen sich die Studierenden nun bestärkt. Seitens des Präsidiums wird nun immerhin Gesprächsbereitschaft signalisiert. »Die Universitätsleitung steht einem Gedankenaustausch offen gegenüber«, so Goran Krstin, Sprecher von FU-Präsident Günter M. Ziegler, zu »nd«.

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