Werbung

Grüne fordern Nachtzug-Sprinter-Netzwerk für Europa

Klimafreundliche Alternative zum Fliegen: Tausend bis 2000 Kilometer in acht bis 16 Stunden

  • Lesedauer: 2 Min.

Hamburg. Die Grünen fordern von der Bundesregierung, sich für nächtliche Sprinter-Züge durch Europa einzusetzen. Neben dem Ausbau des regulären Nachtzugnetzes sollten Verbindungen über tausend bis 2000 Kilometer in acht bis 16 Stunden eingerichtet werden, berichtete »Zeit Online« am Sonntag. Das Portal berief sich dabei auf ein Positionspapier von Bundestags-Fraktionschef Anton Hofreiter und dem Bahnpolitiker Matthias Gastel.

»So kommen Reisende komfortabel über Nacht von Berlin nach Rom, von Köln nach Barcelona oder von München nach Athen«, sagte Gastel »Zeit Online«. Die Nachtsprinter könnten dem Papier zufolge eine »bequeme, klimafreundliche Alternative« zu Auto und Flugzeug sein. Nach den Berechnungen der Grünen könnten durch 20 Verbindungen jährlich knapp 700.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart werden.

In ihrem Positionspapier fordern die Grünen laut »Zeit Online« zugleich, Bahnunternehmen zu verpflichten, in ihren Buchungsportalen Tickets für europäische Zugverbindungen anzubieten. »Ein internationales Bahnticket zu buchen muss mindestens so einfach werden wie heute die Buchung eines Flugtickets«, zitierte das Portal aus dem Dokument.

Lesen Sie auch: Nachtwandel - Anke Herold kritisiert, dass die Bundesregierung den europäischen Trend zum Ausbau von Nachtzugverbindungen verschläft.

Eine europäische Bahnagentur soll demnach die Strecken und die Regeln für den Ticketverkauf EU-weit koordinieren. Das sei nötig, weil es privaten Anbietern praktisch nicht möglich sei, für Verbindungen durch mehrere Länder die Preise für die Nutzung der Bahntrassen jeweils einzeln zu verhandeln. Wegen hoher Trassenpreise würden die Tickets zudem sonst für Fahrgäste zu teuer. AFP/nd

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal
  • Sofortüberweisung