Mit Vollgas vor die Wand

Christian Klemm hält Corona- Lockerungen zum Fest für fatal

  • Christian Klemm
  • Lesedauer: 2 Min.

Die Pläne der Bundesregierung, Weihnachten die Corona-Bestimmungen zu lockern, sind mit einem Ferrari Testarossa zu vergleichen, der mit über 200 km/h auf eine Betonwand zurast. Personenschaden ist dabei kaum zu vermeiden. Wenn Eltern mit ihren Kindern Weihnachten Oma und Opa besuchen, sich umarmen, gemeinsam eine Gans essen und am Tannenbaum »O du fröhliche ...« singen, dann wird das vor allem, aber nicht nur für die Senioren gefährlich. Denn ältere Menschen gehören bekanntlich zur Corona-Risikogruppe, die deutlich öfter an dem Virus sterben als Jüngere.

Die politisch Verantwortlichen in Deutschland und anderswo verlangen von der jeweiligen Bevölkerung, sich nahezu in allen Lebensbereichen einzuschränken. Das fällt vor allem Familien mit Kindern schwer: Klassenfahrten sind gestrichen, Urlaub fällt dieses Jahr aus - und nun soll auch noch Weihnachten ohne die geliebten Großeltern, Onkel und Tanten stattfinden. In der Tat ist das ein weiteres Opfer, das die Kleinen bringen müssten.

Lesen Sie hier das Contra zum Beitrag: Wolfgang Hübner plädiert für eine Atempause in Coronazeiten

In diesem besonderen Jahr ist das aber unvermeidlich. Denn sonst haben wir in der ersten Januarhälfte die Krankenhäuser voll mit Covid-19-Patienten. Und dann können Oma und Opa möglicherweise im kommenden Jahr nicht mehr am Weihnachtsbaum zusehen, wie ihre Enkel die Geschenke auspacken.

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal