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Neue Chancen für die Jugend

Immer häufiger bleiben Schüler ohne Abschluss

  • Von Stefan Otto
  • Lesedauer: 1 Min.
Corona-Pandemie: Neue Chancen für die Jugend

Auch wenn die Schulen nach den Sommerferien bislang überwiegend reibungslos gestartet sind, so heißt das noch lange nicht, dass die Probleme aus der Zeit der pandemiebedingten Schließungen überwunden sind. Die sozialen Verwerfungen aus den beiden Schuljahren im Ausnahmezustand sind groß. So wird auch die Zahl jener, die ohne Abschluss die Schule verlassen, ansteigen; die Landesjugendämter rechnen mit bundesweit 210 000 Jugendlichen für die Abschlussklassen 2020 und 2021.

Diese hohe Zahl bestätigt die Annahme, dass zwar jene, die sich gut selbst organisieren können, mit dem Distanzunterricht zurechtkamen, viele andere aber Schwierigkeiten hatten. Das Problem ist nun, dass die Kultusministerien sich stets an den Leistungsstärkeren orientiert haben und von den Lehrplänen und pädagogischen Konzepten so wenig wie möglich abweichen wollten. Dieser Blick hat zur Folge, dass es für all jene, die mehr Hilfe benötigen und jetzt ohne Abschluss aus der Schule abgehen, kaum neue Angebote gibt. Wichtig ist aber, sie nicht fallenzulassen und abzustempeln, sondern sich um sie zu kümmern – in der Jugendhilfe, in den Schulen, auch in den Unternehmen. Sie sind jung und brauchen nach einem Misserfolg neue Chancen, um sich beweisen und entwickeln zu können.

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