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Prinzip Hoffnung

Warum wichtige Wirtschaftsinstitute ihre gemeinsame Konjunkturprognose senken

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.
Derzeit wird gehofft, dass es zumindest nächstes Jahr wieder konjukturmäßig richtig bergauf geht.
Derzeit wird gehofft, dass es zumindest nächstes Jahr wieder konjukturmäßig richtig bergauf geht.

Dass es dieses Jahr nicht mehr zum großen wirtschaftlichen Aufschwung kommt, deutet sich schon länger an. Nun senkten wichtige Wirtschaftsinstitute ihre gemeinsame Prognose für dieses Jahr nach unten. Demnach wird die Wirtschaftsleistung vermutlich nur um 2,4 statt um 4,8 Prozent steigen, wie die Institute noch im Frühjahr hoffen.

Seit dem Ausbruch der Coronakrise mussten Ökonom*innen immer wieder ihre Vorhersagen revidieren. Dies liegt allein schon daran, dass immer wieder nicht exakt vorhersagbare Ereignisse passieren, die massiven Einfluss auf die Volkswirtschaften haben. Die Pandemie und ihr Verlauf haben die Welt diesbezüglich noch mal unvorhersagbarer gemacht. Die nun nach unten korrigierte Aussicht in der Gemeinschaftsdiagnose liegt ziemlich genau in dem Korridor, in dem sich auch andere Institute bewegen.

Gleichzeitig werden mit den Korrekturen regelmäßig Vorhersagen relativiert, die seit Beginn der Coronakrise hoffen lassen sollen, dass es schnell wieder bergauf geht. Doch wird dieses Prinzip Hoffnung nun nicht fallen gelassen, sondern nur nach hinten geschoben. Statt in diesem Jahr soll die Wirtschaft im nächsten Jahr kräftig wachsen. Die Frage ist nur, ob in einigen Wochen auch die Prognose für 2022 korrigiert werden muss.

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