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Auf Sand gebaut

Warum die Ampel vielleicht bald so manches neu berechnen muss

  • Von Simon Poelchau
  • Lesedauer: 1 Min.
Ganz so rund, wie es sich die Bundesregierung im Frühjahr gedacht hat, läuft es dieses Jahr doch nicht.
Ganz so rund, wie es sich die Bundesregierung im Frühjahr gedacht hat, läuft es dieses Jahr doch nicht.

Peter Altmaier stellte am Mittwoch seine letzte Herbstprognose vor. Was der scheidende Bundeswirtschaftsminister da verlautbarte, werden SPD, Grüne und FDP nicht gerne hören. Denn die Konjunkturaussichten trüben sich nun auch ganz offiziell ein. 2021 wird die Wirtschaft demnach wohl nur um 2,6 statt 3,5 Prozent wachsen. Das bedeutet letztlich auch weniger Steuereinnahmen, die die Ampel-Koalition in spe verteilen kann.

Zwar ist es nicht überraschend, dass nun auch die Bundesregierung düsterer in die Zukunft schaut. Eigentlich alle Konjunkturexpert*innen haben angesichts der Lieferengpässe in der Industrie und anderer derzeitiger Unwägbarkeiten in den vergangenen Wochen ihre Prognosen nach unten korrigiert. Schmerzlich für die neue Regierung ist es trotzdem, weil es zeigt, dass derzeit alle Kalkulationen, wie viel man im nächsten Jahr einnehmen und man ausgeben wird, wie viel Geld man verteilen kann, letztlich auf Sand gebaut sind.

Denn momentan herrscht zwar das Prinzip Hoffnung vor, dass es nächstes Jahr dafür konjunkturell um so schneller bergauf gehen wird. Doch ob dies so eintreffen wird, ist recht unsicher. So wird die Ampel vielleicht manch eine Berechnung schnell wieder revidieren müssen.

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