Hausgemachte Probleme

Die Liste der Versäumnisse in der Bildungspolitik ist lang

  • Stefan Otto
  • Lesedauer: 2 Min.
Wenn die Lehrergewerkschaft VBE Alarm schlägt und einen weitaus größeren Mangel an Pädagogen in den Schulen befürchtet als bislang angenommen, dann überrascht das nicht. Das Bildungssystem ist seit Jahren auf Kante genäht. Immer wieder klaffen Lücken auf. Seien es marode Schulgebäude, eine mangelnde Digitalisierung oder Hochschulen, die aus allen Nähten platzen und deren Infrastruktur nicht mitwächst. Schon seit Jahren ist festzustellen, dass die Ausgaben in Deutschland für Kitas, Schulen und Hochschulen im internationalen Vergleichen nicht besonders hoch sind.

Ein Indikator für die Mängel in der Bildungslandschaft sind auch die schlechten Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten, was früher oder später zu einem Fachkräftemangel führt. Das ist im Kindergarten ebenso zu bemerken wie in der Schule. Überall fehlt es an Nachwuchs, was zweifellos ein hausgemachtes Problem ist. Schließlich liegt es nicht daran, dass es insgesamt zu wenige Studierende gibt, nur scheuen viele offensichtlich davor, pädagogische Berufe zu erlernen. Folglich müssen diese Berufe attraktiver werden. Insgesamt sollte die Bildung mehr geschätzt werden, und zwar nicht nur am Tag, wenn eine Pisa-Studie vorgestellt wird und Deutschland wieder nur ein unbefriedigendes Zeugnis ausgestellt wird.

#ndbleibt – Aktiv werden und Aktionspaket bestellen
Egal ob Kneipen, Cafés, Festivals oder andere Versammlungsorte – wir wollen sichtbarer werden und alle erreichen, denen unabhängiger Journalismus mit Haltung wichtig ist. Wir haben ein Aktionspaket mit Stickern, Flyern, Plakaten und Buttons zusammengestellt, mit dem du losziehen kannst um selbst für deine Zeitung aktiv zu werden und sie zu unterstützen.
Zum Aktionspaket

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal