Marggraffbrücke kann Straßenbahnen tragen

Mobilitätsverwaltung gibt Entwarnung für Brückenneubau in Baumschulenweg

  • Nicolas Šustr
  • Lesedauer: 2 Min.
Die 1965 erbaute Marggraffbrücke im Zuge der B96a ist marode und muss schleunigst ersetzt werden. Nun ist klar: Der Neubau kann eine Straßenbahnstrecke tragen.
Die 1965 erbaute Marggraffbrücke im Zuge der B96a ist marode und muss schleunigst ersetzt werden. Nun ist klar: Der Neubau kann eine Straßenbahnstrecke tragen.

Der Ersatzneubau der Marggraffbrücke in Baumschulenweg wird auch eine Straßenbahnstrecke tragen können. Das erklärte die Senatsmobilitätsverwaltung am Montag nach Gesprächen mit dem für den im Sommer beginnenden Bau zuständigen Wasserstraßen-Neubauamt des Bundes. »Das Belastungsmodell der geplanten Brücke reicht hierfür aus, voraussichtlich sind nur einige Ertüchtigungen nötig«, so die Verwaltung. Pro Richtung würde dafür jeweils eine Autospur wegfallen, dies würde kein Hindernis darstellen. »Wir haben unverzüglich Gespräche mit dem Bund aufgenommen. Mit positivem Ergebnis«, so die zuständige Senatorin Bettina Jarasch (Grüne). Ob die Straßenbahn auf der geplanten Verbindung Potsdamer Platz-Schöneweide tatsächlich über die Marggraffbrücke im Zuge der B96a führen werde, zeige die entsprechende Untersuchung. »Es bleibt bei der geplanten Realisierung der Strecke bis zum Jahr 2035«, so Jarasch weiter.

Kürzlich war bekannt geworden, dass die Senatsmobilitätsverwaltung das Wasserstraßen-Neubauamt nicht über die Straßenbahnplanungen informiert hatte. Dementsprechend gab es Befürchtungen, dass der Neubau nicht die Last der Gleise und Züge tragen könnte und die mögliche Streckenführung verbaut sei. Am Sonntag hatten trotz unwirtlichen Wetters rund 50 Menschen vor Ort dafür demonstriert, dass die Senatsmobilitätsverwaltung alle Hebel in Bewegung setzt, die Tram auf der Brücke zu ermöglichen. Aufgerufen hatten dazu Die Linke Treptow-Köpenick sowie der Berliner Fahrgastverband IGEB.

nd Journalismus von links lebt vom Engagement seiner Leser*innen

Wir haben uns angesichts der Erfahrungen der Corona-Pandemie entschieden, unseren Journalismus auf unserer Webseite dauerhaft frei zugänglich und damit für jede*n Interessierte*n verfügbar zu machen.

Wie bei unseren Print- und epaper-Ausgaben steckt in jedem veröffentlichten Artikel unsere Arbeit als Autor*in, Redakteur*in, Techniker*in oder Verlagsmitarbeiter*in. Sie macht diesen Journalismus erst möglich.

Jetzt mit wenigen Klicks freiwillig unterstützen!

Unterstützen über:
  • PayPal