Der Piks als Menschenrecht

Amnesty Internationals berechtigte Kritik an der extrem ungerechten Impfstoffverteilung

  • Kurt Stenger
  • Lesedauer: 1 Min.

Dass wohlhabende Staaten mit Blick auf die Covid-19-Impfstoffe im Überfluss schwimmen, während in den ganz armen Staaten immer noch wenig ankommt, ist schon häufig kritisiert worden. Vor rund 14 Monaten wurden die ersten Dosen nach der Zulassung verabreicht, doch der krasse Missstand hält an. Es gibt nicht wenige Länder besonders in Afrika, in denen nur ein Bruchteil der Bevölkerung geimpft ist und die Grundimmunisierung breiter Schichten auf dem Wege der Infektion stattfindet. Eigentlich unglaublich, denn hieß es nicht noch vor Kurzem, die Globalisierung mache uns alle zu einem Dorf?

Wenn jetzt Amnesty International (nicht zum ersten Mal) die Ungerechtigkeiten anprangert, ist dies indes mehr als die bekannte Kritik. Die Botschaft: Impfen – oder besser gesagt der Zugang zu Impfstoffen – ist ein universelles Menschenrecht und nichts, was vom guten Willen der Hersteller, der Finanzkraft der einzelnen Staaten oder deren Spendenbereitschaft abhängen kann. Schließlich geht es hier um eine Pandemie, nicht um lokale Ausbrüche.

Immerhin ist der eigentlich alte Missstand durch Corona jetzt noch deutlicher geworden – bei Tropenkrankheiten wurde sogar die Impfstoffentwicklung aus Profitgründen vernachlässigt.

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