Der Nächste, bitte!

Markus Drescher übers Herumdoktern am Gesundheitssystem

  • Markus Drescher
  • Lesedauer: 1 Min.

Die Corona-Pandmie und nun die Welle anderer Atemwegserkrankungen – vor allem bei Kindern – obendrauf machen es überdeutlich: Das deutsche Gesundheitssystem ist krank. Seiner Vitalität beraubt durch eine politische Geiz-ist-geil-Mentalität, deren Folgen die medizinische Versorgung nun auf allen Ebenen zusehends kollabieren lässt. Die unübersehbaren Symptome mit weißer Salbe zuschmieren – auch diese seit langem verfolgte Behandlungsmethode hat alles andere als zur Systemgenesung beigetragen.

Wenn Karl Lauterbach (SPD) die Krankenkassen nun schnell mehr Geld für Medikamente ausgeben lassen will, hilft das – vielleicht –, die akute Krise einigermaßen zu überstehen. Des Gesundheitsministers Geldkur jedoch, die er etwa auch im Bereich der Kinderkliniken zur Anwendung bringt, wird wohl dafür sorgen, dass sich der Zustand einer weiteren Patientin verschlechtern wird: der gesetzlichen Krankenversicherung. Denn nach Jahren der Ausplünderung vor allem durch Lauterbachs Vorgänger Jens Spahn (CDU) sind die Kassen selbst heftig angeschlagen. Es ist also höchste Zeit für eine ganzheitliche Therapie.

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