Berg-Karabach: Druck auf Aserbaidschan ist notwendig

Aus Berg-Karabach setzt eine Massenflucht ein

  • Cyrus Salimi-Asl
  • Lesedauer: 1 Min.
Armenische Flüchtlinge aus Berg-Karabach in einem Auffanglager in der Stadt Goris, Armenien
Armenische Flüchtlinge aus Berg-Karabach in einem Auffanglager in der Stadt Goris, Armenien

Die Armenier, die in Karabach gelebt haben, fliehen zu Tausenden aus dem von Aserbaidschan zurückeroberten Gebiet. In wenigen Tagen könnten auch die letzten das Land verlassen und in Armenien Schutz gesucht haben. Niemand soll dann sagen, er habe das nicht ahnen können. Aserbaidschan spricht heuchlerisch von »freiwilliger« Ausreise, auch Russland will nichts wissen von Gründen für die Flucht. Im Internet kursieren Videos, die Akte der Einschüchterung durch aserbaidschanische Soldaten zeigen. Wer flieht da freiwillig?

Ohne externen Druck auf die aserbaidschanische Regierung ist das Zusammenleben von Armeniern und Aserbaidschanern auf Generationen unmöglich. Eine UN-Beobachtermission wäre notwendig, aber damit Baku diese akzeptiert, reichen harte Töne nicht aus: Konsequenzen müssen angedroht werden. Russland und die Türkei müssen mit ins Boot, um den aserbaidschanischen Machthaber Ilham Alijew, der siegestrunken nach seinem militärischen Erfolg die Bedingungen diktiert, zur Vernunft zu bringen. Sonst drohen eine humanitäre Katastrophe im überforderten Armenien und eine monoethnische Zukunft im Südkaukasus.

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Das beste Mittel gegen Fake-News und rechte Propaganda: Journalismus von links!

In einer Zeit, in der soziale Medien und Konzernmedien die Informationslandschaft dominieren, rechte Hassprediger und Fake-News versuchen Parallelrealitäten zu etablieren, wird unabhängiger und kritischer Journalismus immer wichtiger.

Mit deiner Unterstützung können wir weiterhin:


→ Unabhängige und kritische Berichterstattung bieten.
→ Themen abdecken, die anderswo übersehen werden.
→ Eine Plattform für vielfältige und marginalisierte Stimmen schaffen.
→ Gegen Falschinformationen und Hassrede anschreiben.
→ Gesellschaftliche Debatten von links begleiten und vertiefen.

Sei Teil der solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl. Gemeinsam können wir eine Medienlandschaft schaffen, die unabhängig, kritisch und zugänglich für alle ist.

Vielen Dank!

Unterstützen über:
  • PayPal