KI im Film: Bedrohung abgewehrt?

Die Filmindustrie wird wohl schon bald nicht mehr von echten Darstellern abhängig sein

  • Larissa Kunert
  • Lesedauer: 1 Min.

Alles wieder gut für die Geringverdiener der Filmbranche, könnte man meinen. Schließlich haben nach den Drehbuchautoren nun auch die Schauspieler von Hollywood eine Einigung mit den Studios erzielt, inklusive einer Regelung zum Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI). Auch auf EU-Ebene wird derzeit ein Gesetz zur Regulierung von KI erarbeitet.

Doch ist damit die Bedrohung der Schauspieler durch Technologie aus der Welt geschafft? Schon jetzt ist es technisch möglich, Darsteller einmal zu »scannen« und dann aus ihren Körpern und Stimmen Abbilder für weitere Produktionen zu entwickeln – was wohl viele Nebendarsteller in naher Zukunft ihren Beruf kosten würde, hätte die neue Regelung nicht interveniert. Sicher wird man bald täuschend echt wirkende Avatare auch ohne menschliche Vorbilder erzeugen können. Dann wird sich zeigen, ob Regisseure und Rezipienten bereit sind, sich umfassend auf künstlich erschaffene Figuren einzulassen – oder ob wahre Kunst nicht doch oft Darsteller aus Fleisch und Blut benötigt, die über ihr eigenes Schaffen reflektieren können. Das ist von Avataren kaum zu erwarten.

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