Werbung

Filmt die Lügenpolizei!

Matthias Monroy zur Falschaussage einer Hannoveraner Beamtin

  • Matthias Monroy
  • Lesedauer: 1 Min.

Der Staatsgewalt ist nicht zu trauen: Das Göttinger Amtsgericht sprach einen Aktivisten frei, gegen den Beamte einer Polizeieinheit aus Hannover ein Bußgeld verhängt hatten – und dafür ein falsches Wortprotokoll von Lautsprecherdurchsagen vorlegten.

Das Urteil ist wichtig, weil es zeigt, dass auch die Polizei Un- oder Halbwahrheiten verbreitet, sogar vor der Justiz. Erst durch den Richterspruch ist es möglich, dass sich die Beamten dafür verantworten müssen – sofern die Ermittlungen nicht von ihren ermittelnden Kollegen oder der Staatsanwaltschaft eingestellt werden, was leider allzuoft geschieht.

Die Polizei verfügt in der hiesigen Demokratie über das Gewaltmonopol und muss deshalb unter besonderer Beobachtung stehen. Mit der heutigen Verbreitung von Handykameras ist dies problemlos möglich. Immer öfter verhindern die Beamten jedoch das Filmen von Einsätzen mit der Androhung von Anzeigen unter fadenscheinigem Vorwand. Nach dem Göttinger Urteil muss es deshalb – wie von der gleichnamigen Kampagne verschiedener Gruppen aus Berlin postuliert – heißen: Go film the police!

Werde Mitglied der nd.Genossenschaft!
Seit dem 1. Januar 2022 wird das »nd« als unabhängige linke Zeitung herausgeben, welche der Belegschaft und den Leser*innen gehört. Sei dabei und unterstütze als Genossenschaftsmitglied Medienvielfalt und sichtbare linke Positionen. Jetzt die Beitrittserklärung ausfüllen.
Mehr Infos auf www.dasnd.de/genossenschaft

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal