Tausende gegen rechts am Brandenburger Tor

Breiter Protest nach mutmaßlichen Deportationsphantasien der AfD

  • nd mit dpa
  • Lesedauer: 2 Min.

Unter dem Motto »Demokratie verteidigen, zusammenhalten« haben Tausende Menschen vor dem Brandenburger Tor in Berlin gegen Rechtsextremismus demonstriert. Das Bündnis nennt als Anlass »die Correctiv-Recherche, die aufdeckte, welche Deportationspläne führende AfD-Politiker, Werteunion-Funktionär*innen, rechtsextreme Influencer*innen und Unternehmer teilen«.

Laut Angaben einer Polizeisprecherin versammelten sich am Sonntagnachmittag zunächst mehrere Tausend Teilnehmer. Eine Sprecherin der Klimaschutzgruppe Fridays for Future, die auch zu der Demonstration aufgerufen hatte, bezifferte die Zahl auf 25 000. Auch der paritätische Gesamtverband, die Jusos, die Grüne Jugend und die Interventionistische Linke mobilisierten zu der Veranstaltung.

Muckefuck: morgens, ungefiltert, links

nd.Muckefuck ist unser Newsletter für Berlin am Morgen. Wir gehen wach durch die Stadt, sind vor Ort bei Entscheidungen zu Stadtpolitik – aber immer auch bei den Menschen, die diese betreffen. Muckefuck ist eine Kaffeelänge Berlin – ungefiltert und links. Jetzt anmelden und immer wissen, worum gestritten werden muss.

In einem Statement der Organisator*innen hieß es: »Demokratie lebt davon, verteidigt zu werden. Was aber, wenn sie jeden Tag angegriffen wird? Wenn Rechtsextreme mit Werteunion-Politiker*innen über ›Remigration‹ sprechen – und damit millionenweise Deportationen meinen? Wenn die Brandmauer bröckelt und der Oppositionsführer keine klaren Worte findet?« Dann müsse man laut werden und sich schützend vor die Demokratie stellen. »Genau das haben wir am Sonntag gemacht – und damit ein starkes Zeichen gesetzt«, hieß es von den Veranstalter*innen.

Auch in anderen Städten versammelten sich Menschen um für Zusammenhalt in der Zivilgesellschaft zu werben, in Potsdam etwa 10 000. Oftmals gingen diese Veranstaltungen mit der Forderung nach einem Verbot der AfD einher, welches zuletzt wieder stärker diskutiert wurde.

- Anzeige -

Wir haben einen Preis. Aber keinen Gewinn.

Die »nd.Genossenschaft« gehört den Menschen, die sie ermöglichen: unseren Leser*innen und Autor*innen. Sie sind es, die mit ihrem Beitrag linken Journalismus für alle sichern: ohne Gewinnmaximierung, Medienkonzern oder Tech-Milliardär.

Dank Ihrer Unterstützung können wir:

→ unabhängig und kritisch berichten
→ Themen sichtbar machen, die sonst untergehen
→ Stimmen Gehör verschaffen, die oft überhört werden
→ Desinformation Fakten entgegensetzen
→ linke Debatten anstoßen und vertiefen

Jetzt »Freiwillig zahlen« und die Finanzierung unserer solidarischen Zeitung unterstützen. Damit nd.bleibt.

- Anzeige -
- Anzeige -