Berlin: Forderung nach Transparenz in der Liebe

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) muss nach einem Gerichtsurteil über seine Beziehung zur Bildungssenatorin aufklären

Katharina Günther-Wünsch (CDU), Bildungssenatorin, und Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister, bei einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.
Katharina Günther-Wünsch (CDU), Bildungssenatorin, und Kai Wegner (CDU), Regierender Bürgermeister, bei einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses.

Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) muss seine Beziehung zur Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) offenlegen. In einem Eilverfahren verpflichtete das Berliner Verwaltungsgericht die Senatskanzlei zu Angaben darüber, wann Wegner das Presse- und Informationsamt informiert hat.

Zunächst berichtete der »Tagesspiegel« am Mittwochmorgen über das Verfahren, von der Zeitung kommt auch die Klage auf den Auskunftsanspruch. Noch ist der Beschluss nicht rechtskräftig, die abschließende Entscheidung trifft das Oberverwaltungsgericht. Wegners Staatskanzlei unterstellte dem »Tagesspiegel« einen »voyeuristischen Gehalt«.

Diesem Vorwurf trat das Gericht entgegen und begründete, dass die Zeitung aus nachvollziehbaren Gründen Interesse an den Informationen habe, da es die »Frage einer Beeinflussung der Wahl und Ernennung der Senatorinnen und Senatoren« darlegt.

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