Studenten besetzten Hochschulen

Teil weltweiter Proteste für freie Bildung

  • Lesedauer: 1 Min.

Berlin (dpa/ND). Aus Protest gegen die Bildungspolitik und aus Solidarität mit ihren österreichischen Kommilitonen haben hunderte Studenten an deutschen Universitäten Räume besetzt. In Tübingen, Heidelberg, Darmstadt, Potsdam und an der Akademie der bildenden Künste in München gingen die vergangene Woche begonnenen Aktionen am Montag weiter. An der Kieler Uni starteten Studenten einen Konvoi mit Care-Paketen und Solidaritätsbriefen, der bis nach Wien fahren soll. An der Uni Münster hatte die Polizei am Freitag den besetzten Audimax-Hörsaal geräumt. In Marburg hatten 50 Studierende den besetzten Hörsaal auf Druck der Uni-Leitung verlassen. Die Studenten wollen auf Missstände im Bildungssystem aufmerksam machen und räumen die besetzten Räume auch für Vorlesungen. Als Gründe für ihre Proteste nennen sie überlastete Studiengänge, soziale Ungleichheiten im Bildungssystem, chronische Unterfinanzierung der Unis und Mängel bei der Umstellung auf Bachelor- und Master-Abschlüsse.

Die Aktionen stehen in Verbindung mit weltweiten Studentenprotesten, die unter dem Motto: »Für freie Bildung – weltweit. Bildung ist keine Ware!« noch bis Ende kommender Woche dauern sollen. Höhepunkt sind Demonstrationen am 17. November unter anderem in München, Wiesbaden, Hannover und Düsseldorf.

Abonniere das »nd«
Linkssein ist kompliziert.
Wir behalten den Überblick!

Mit unserem Digital-Aktionsabo kannst Du alle Ausgaben von »nd« digital (nd.App oder nd.Epaper) für wenig Geld zu Hause oder unterwegs lesen.
Jetzt abonnieren!

Linken, unabhängigen Journalismus stärken!

Mehr und mehr Menschen lesen digital und sehr gern kostenfrei. Wir stehen mit unserem freiwilligen Bezahlmodell dafür ein, dass uns auch diejenigen lesen können, deren Einkommen für ein Abonnement nicht ausreicht. Damit wir weiterhin Journalismus mit dem Anspruch machen können, marginalisierte Stimmen zu Wort kommen zu lassen, Themen zu recherchieren, die in den großen bürgerlichen Medien nicht vor- oder zu kurz kommen, und aktuelle Themen aus linker Perspektive zu beleuchten, brauchen wir eure Unterstützung.

Hilf mit bei einer solidarischen Finanzierung und unterstütze das »nd« mit einem Beitrag deiner Wahl.

Unterstützen über:
  • PayPal